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Buchvorstellung "Since of Silence: Gefährliche Gefühle"
Geschrieben von  Mandy Schur Mandy Schur Geschrieben,  26-06-2018 12:30 26-06-2018 12:30 367  Gelesen 367 Gelesen
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"Sins of Silence: Gefährliche Gefühle" Eine erotische SM-Geschichte von Karin Baumann.



Nie wieder wollte sie für einen Mann Gefühle entwickeln. Nach dem Tod ihres Freundes ist die junge Nele tief verletzt. Allein Lennard, der einst der beste Freund ihres Freundes gewesen war, hilft ihr, sich nicht ganz in Trauer zu verlieren. Dieses düstere Leben ändert sich mit einem Mal, als ein Fremder in ihr Leben tritt.
Kilian, ein erfolgreicher Geschäftsmann schafft es Neles Gefühlspanzer zu sprengen. Lennards Warnungen zum Trotz begibt sich die junge Frau in die Arme des dominanten Mannes, der genau zu wissen scheint, was ihr fehlt. Doch ihr ungeschütztes Herz ist verwundbar und ihr neuer Freund verschweigt ein düsteres Geheimnis.
Als Lennard schließlich Nele offenbart, dass Kilians schwangere Ex-Frau Opfer eines mysteriösen Verbrechens wurde, ist es bereits zu spät und ihr Leben in akuter Gefahr.



Leseprobe:



Wie jeden Mittwoch im Laufe der letzten Monate ging ich nach der Arbeit in den kleinen Blumenladen bei mir um die Ecke. Dort wartete die nette, schon etwas ältere Besitzerin nur noch auf mich. Sie hatte meine Blume bereits in Papier gewickelt und es würde genau die Richtige sein. Ich gab ihr das Geld und ging direkt vom Laden aus dorthin, wo ich jeden Mittwoch um diese Zeit hinging. Auf unseren Friedhof. Und wie immer um diese Zeit war ich hier allein. Dort angekommen wickelte ich die Rose aus ihrem Papier. Die schwarze Farbe hätte sicher viele gestört, vielleicht hätten es einige auch für unpassend gehalten, aber ich wusste, meinem Herrn, meinem Mann, meinem Freund und meinem Geliebten, denn das alles war er für mich, ihm hätte diese Rose gefallen. Ich entfernte das Laub, das sich auf seinem Grab angesammelt hatte, nahm die inzwischen verwelkte Rose aus der Vase und stellte die Frische hinein.
Auch wenn ich es nicht wollte, die Tränen liefen einfach über mein Gesicht. Ich wusste, das hätte er mir nicht durchgehen lassen. Aber mir fehlte sein Halt und so ließ ich meine Tränen einfach die Wangen herunterlaufen. Die ersten Tage waren gar nicht so furchtbar gewesen. Irgendwie brauchte die Realität ihre Zeit, um sich ihren Weg durch den Scherbenhaufen meines Lebens zu bahnen. Außerdem waren unsere Freunde ständig um mich bemüht, aber das ebbte natürlich ab und als ich das erste Mal allein hier stand, erfasste mich auch endlich die Trauer. Man sagt ja Trauer sei notwendig, um Abschied nehmen zu können. Nur, dass ich gar nicht damit abschließen wollte. Das war auch die Zeit, als ich zum ersten Mal den Brief las, den er mir geschrieben hatte. Obwohl ich es nicht wollte. Aber ich hatte es ihm versprochen und ich wusste, dass ich mein Versprechen halten musste. Natürlich ahnte ich, was darin stehen würde. Denn ich kannte ich ihn gut genug. Er erinnerte mich an das Versprechen, das er mir abgenommen hatte. Ich sollte mein Leben einfach leben. Sollte in unsere Clubs gehen und mir einen neuen Partner suchen. Und genau darin lag das Problem. Ich wollte das nicht und ich konnte es nicht. Heute stand ich hier, starrte auf die Rose und versuchte ihm in Gedanken zu erklären, warum ich das nicht wollte. Zumindest noch nicht, dass ich einfach noch etwas Zeit brauchen würde. Ich wusste, dass dies alles nur Ausreden waren, doch ich fühlte mich besser. Denn ich wusste, er hätte mich nie zu etwas gezwungen. So nahm ich den Stein, der neben der Vase lag, in meine Hand und streichelte darüber. Wir hatten ihn einmal gemeinsam am Strand während eines Urlaubs gefunden. Er war geformt wie ein Herz und schillerte in allen möglichen Farben. Er hatte ihn unseren Glücksstein genannt. Das war auch der Grund, warum er nun hier lag. Hier, wo mein Glück begraben war. Ich legte den Stein wieder auf seinen Platz und wollte eigentlich gehen, da fiel mir, wie auch schon die letzten Wochen zuvor, der weiße Luftballon auf, der neben mir an den Baum gebunden war. Seltsam. Irgendetwas sagte mir, dass dieser Ballon noch eine Bedeutung für mich haben würde.
Auf dem Weg nach Hause hatte ich wieder das eigentümliche Gefühl, beobachtet zu werden. Das war seit seinem Tod ständig so. Ich fühlte mich einfach so allein und bildete mir ein, er würde auf mich aufpassen. So wie er es immer getan hatte. Seine Macht über mich schien auch jetzt noch zu wirken. Zu Hause schaute ich zuerst meine Emails durch. Nur geschäftliches Zeug und Werbung. Nichts, was wirklich wichtig gewesen wäre. Ich machte mir einen Tee. Ein Ritual, das ich mir von ihm abgeschaut hatte, griff nach meinem Handy und tätigte den täglichen, obligatorischen Anruf bei seinem besten Freund. Eine Vereinbarung, die wir getroffen hatten, damit er sicher gehen konnte, dass ich immer jemanden zum Reden hatte. »Wie geht es dir Nele? Wie war dein Tag?« Immer die gleichen Fragen und immer die gleichen Antworten. Was sollte ich ihm auch erzählen? Dass ich kaum schlafen konnte und wenn ich dann einschlief, mich die Träume verfolgten? Was hätte er dagegen machen sollen? Er wäre natürlich hergekommen um die Nacht über bei mir zu sein. Aber das wollte ich nicht. Ich wollte mein Leben zurück und da das nicht ging, wollte ich wenigstens wieder Normalität. Verdammt! Ich hatte das so nicht verdient. Das hatte niemand.
Es klingelte an meiner Wohnungstür. Um diese Zeit? Hatte er mich durchschaut? Das hatte er sogar ganz sicher, allerdings konnte er so schnell nicht hier sein. Ich öffnete die Tür und ein Bote von einem Zustelldienst stand vor mir. Ich schaute ihn fragend an, denn ich erwartete keine Lieferung. Er reichte mir ein Paket und ließ sich den Empfang quittieren, bevor er wieder verschwand. Ich nahm das Paket und schloss meine Wohnungstür, legte es auf den Küchentresen und schaute, ob ich einen Absender fand. Nichts! Aber dieses Paket war eindeutig an mich adressiert. Ich öffnete es und dann verschlug es mir die Sprache. Ein Kleid, total schlicht und doch so wunderschön. Schwarz und trotzdem nicht farblos, schwer zu beschreiben. Dazu die passende Unterwäsche und passende Schuhe. Wer schickte mir so etwas? Ich suchte nach einer Karte oder Ähnlichem. Und ich fand auch eine:

Ich weiß, mein Engel, das wird dich jetzt erschrecken. Aber ich wusste, dass du dich zu Hause verkriechen würdest, auch wenn du mir versprochen hast es nicht zu tun. Du
wirst jetzt diese Sachen anziehen und zu der angegeben Adresse fahren. Das Taxi kommt in einer Stunde, um dich abzuholen. Man wird sich dort um dich kümmern, also keine Angst. Ich habe das alles organisiert. Und nun geh endlich wieder raus und lebe. Mein Engel, ich liebe dich und das hier ist keine Bitte. Denn glaube mir, du möchtest nicht wissen was geschieht, wenn du dich mir widersetzt. Auch das habe ich natürlich eingeplant.
In Liebe V.

Fassungslos starrte ich auf diese Zeilen. Die Tränen liefen mir in Strömen die Wange hinunter. Wie konnte er das jetzt von mir verlangen? Aber ich hatte keine Wahl, denn ich hatte immer seinen Wünschen entsprochen. Also ging ich ins Bad, um mich anzuziehen. Die Sachen sahen einfach wundervoll an mir aus und ich wünschte, er könnte mich so sehen. Vielleicht konnte er es ja. Irgendwie.



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