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Buchvorstellung: "Quälende Sehnsucht"
Geschrieben von  Mandy Schur Mandy Schur Geschrieben,  12-07-2018 15:15 12-07-2018 15:15 105  Gelesen 105 Gelesen
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"Quälende Sehnsucht" Ein abenteuerlicher Liebesroman von R.D.V.Heldt.



Eine Geschichte die Sie mitreißen und nicht mehr loslassen wird!
Erleben Sie das Schicksal eines jungen Arztes und seiner großen Liebe. Ein Schicksal, welches harte Proben für beide bereitstellt. Werden sie diese meistern?
Verfolgen Sie das aufregende Leben zweier Menschen die sich aufrichtig lieben.
Tobias Bernhausen ist Arzt im Freiburger Uniklinikum und glücklich mit der Chemikerin Julia Kramer. Beide planen eine gemeinsame Zukunft, doch Tobias Einsatz für Ärzte ohne Grenzen in Kolumbien, verändert alles. Eines Tages ist Tobias verschwunden und Julia macht in ihrer Verzweiflung einen schweren Fehler.



Leseprobe:



Der letzte Urlaub

Es war ein unvergesslicher Sommer für Julia und Tobias. Sie waren unsterblich ineinander verliebt und genossen die Tage ihres Urlaubs am weißen Strand von Fuerteventura, die viel zu schnell vergingen.
Am letzten Abend saßen beide ganz eng aneinandergeschmiegt im weichen Sand, lauschten dem Rauschen der Wellen, als die rote Sonne am Horizont unterging. Mit dem Zeigefinger der rechten Hand malte Tobias Herzen in den Sand und schaute seine Julia verliebt an, der nun die Tränen über die Wangen liefen. Der Grund dafür war nicht nur die morgige Abreise aus dem Paradies, sondern die lange Trennung, die den beiden kurz nach der Rückreise bevorstand.
Tobias arbeitete nach seinem Medizinstudium als Assistenzarzt im Uniklinikum Freiburg und hatte sich entschlossen für Ärzte ohne Grenzen mindestens ein Jahr lang den Ärmsten der Armen zu helfen. Er war der Ansicht, dass ein Arzt so sein gesamtes Können unter Beweis stellen konnte und diese Erfahrung für seine spätere Tätigkeit, wieder in Deutschland, nur von Vorteil wäre.

Dieses Vorhaben war Julia nicht fremd, denn schon kurz nach ihrem Kennenlernen erzählte er von seinem Plan. Damals stand noch nicht einmal fest, ob sie zusammenblieben.
Ihre erste Begegnung glich einer Explosion. Tobias studierte an der Freiburger Uni Medizin und auch Julia hatte hier ein Studium an der Fakultät für Chemie und Pharmazie begonnen. Sie wollte gerade die Mensa betreten, als Tobias wie ein Blitz herausgeschossen kam. Sie prallten so heftig zusammen, dass sämtliche Bücher, die Julia im Arm hielt, herunterfielen. Sofort bückte Tobias sich, sammelte alle auf und gab sie der noch immer erschrockenen Julia zurück. Dabei blickte er sie an und wirkte für einen Moment wie versteinert. Ohne seine Augen von ihr abzuwenden, sagte er:
»Entschuldige bitte, aber ich muss gleich zu einer Vorlesung und bin schon viel zu spät dran. Was hältst du davon, wenn ich dich als Wiedergutmachung heute zum Essen einlade?«
Julia fühlte sich überrumpelt, aber weil er ihr gefiel, sagte sie zu.
»Gut, dann treffen wir uns um 20.00 Uhr, genau an dieser Stelle.«
Schon war er weg und Julia betrat lächelnd die Mensa.

Julia hatte einige Zeit lang ein Zimmer im Studentenwohnheim belegt, lebte nun mit zwei Kommilitoninnen in einer Wohngemeinschaft. Hier war es wesentlich ruhiger und gemütlicher und die Mädels verstanden sich prächtig. Silvia und Janette, so hießen die beiden, wurden selbstverständlich sofort über die Verabredung informiert, als Julia nach Hause kam und es begann ein wildes Geschnatter. Ratschläge wurden gegeben und am interessantesten war die Frage, wie er denn aussah. Julia geriet ins Schwärmen und beschrieb ihn als groß, muskulös, mit braunen Haaren, einem Grübchen im Kinn und rehbraunen Augen.
»Wie heißt er denn?« wollte Silvia wissen.
Verdutzt schaute Julia sie an und sagte:
»Das weiß ich gar nicht. Aber das kann ich dir ja später sagen.«
Die Mädchen lachten schallend und für Julia war es nun an der Zeit sich fertig zu machen. Schnell duschte sie, schminkte sich, zog ihre Jeans und T-Shirt an, nahm vorsorglich eine Strickjacke mit, denn obwohl es Hochsommer war, konnten die Abende kühl werden und machte sich gegen 19.45 Uhr auf den Weg, da sie zu Fuß etwa 10 Minuten bis zur Uni brauchte.
Als sie den Campus erreichte, wartete Tobias bereits und als er sie erblickte, kam er ihr entgegen.
»Schön, dass du gekommen bist«, begrüßte er sie lächelnd. »Was hältst du davon, wenn wir die Altstadt unsicher machen?«
Julia war einverstanden, doch bevor sie losgingen, hatte sie eine Frage:
»Wie heißt du eigentlich?«
»Ja klar, wir haben uns ja noch gar nicht vorgestellt. Mein Name ist Tobias Bernhausen und ich studiere Medizin.«
»Und ich heiße Julia Kramer und studiere Chemie.«
»Na, das passt ja«, scherzte Tobias und beide lachten.
Julia, was für ein schöner Name dachte er, als sie sich auf den Weg machten.
Ihr Ziel war das Uni Café, welches sich im Herzen von Freiburg befand, wo immer Trubel herrschte und man auf der Außenterrasse gemütlich sitzen konnte.
Angeregt unterhielten sie sich und bereits bei diesem Treffen erzählte Tobias von seinen Plänen für Ärzte ohne Grenzen tätig zu werden, obwohl er erst zwei Semester hinter sich hatte und noch fünfeinhalb Jahre Studium vor ihm lagen.
Das erste Date verlief unspektakulär und am späten Abend verabschiedeten sich die beiden wie gute Freunde. Es folgten jedoch weitere Verabredungen und aus Zuneigung entwickelte sich bald die große Liebe.
Dies war nun sieben Jahre her und Julia dachte daran, als sie weinend neben Tobias am Strand saß. Er wusste genau was sie bedrückte, nahm zärtlich ihren Kopf in seine Hände, drehte ihn sachte zu sich, wischte ihr die Tränen von den Wangen und sagte:
»Schatz, wein doch nicht. Du wusstest doch, dass dieser Tag kommen würde.«
»Schon«, antwortete Julia schluchzend, »aber er war immer in weiter Ferne und plötzlich verging die Zeit so schnell, dass es nun Realität wird.«

Tatsächlich hatte Julia diesen Gedanken immer verdrängt und insgeheim gehofft, Tobias würde sich umentscheiden. Lange Zeit wurde auch nicht darüber gesprochen, beide schlossen ihr Studium ab, Tobias bekam die Assistenzarztstelle und Julia fing als Chemikerin in einem Forschungslabor an. Sie lebten glücklich in einer gemeinsamen Wohnung und nichts konnte dieses Glück trüben, solange nicht über die Zukunft gesprochen wurde, denn hierzu gehörte stets Tobias Vorhaben.
Er machte Ernst und nahm Kontakt mit der Zentralstelle für Ärzte ohne Grenzen, in Berlin auf. Kurz darauf bekam er eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch.
Als er seiner Mutter, die in Berlin lebte, davon berichtete, wirkte sie zunächst ängstlich, freute sich dann aber und war stolz auf ihren Sohn. Seine Entscheidungen befand sie immer für richtig und niemals stellte sie eine davon infrage. Seit dem Tod ihres Mannes war der Sohn ihr Ein und Alles. Tobias war fünfzehn Jahre alt, als sein Vater starb.
Julias Eltern wohnten in München, wo ihr Vater Bankdirektor war. Sie waren wenig begeistert von Tobias Vorhaben und verstanden nicht, wie er solch eine Unternehmung dem Zusammenleben mit ihrer Tochter vorziehen konnte, vor allem, weil beide einen sicheren Arbeitsplatz hatten und doch eigentlich bald heiraten wollten. Nun zweifelten sie daran, ob Tobias der richtige Mann für Julia war.
All diese Meinungen waren Tobias egal. Für ihn war nur wichtig, wie Julia dazu stand und dass sie mit dem Trennungsjahr einverstanden war. Sie hatte er gefragt, bevor er sich beworben hatte und obwohl sie sich nicht vorstellen konnte, ohne ihn zu sein, wollte sie seinen Traum nicht zerstören und riet ihm zur Bewerbung.

In der Uniklinik kannte man Tobias Plan, für Ärzte ohne Grenzen tätig zu werden und darum gab es auch kein Problem, ihn für das Vorstellungsgespräch freizustellen. Tobias fuhr nach Berlin.
Das Gespräch verlief positiv. Er erfüllte alle Voraussetzungen und bekam das Angebot für einen Einsatz in Kolumbien, weil dort ganz dringend Ärzte benötigt wurden. Die Abreise wäre frühestens in sechs Monaten, da vorher noch entsprechende Vorbereitungen getroffen werden mussten, wie die Zusammenstellung der Reisedokumente, nötige Impfungen und dergleichen mehr. Man bot Tobias an, sich alles noch einmal in Ruhe zu überlegen und innerhalb einer Woche Bescheid zu geben. Tobias aber benötigte keine Bedenkzeit und sagte auf der Stelle zu.
»Na gut«, äußerte einer der drei Gesprächspartner, »wenn Sie sich der Sache sicher sind, würden wir gleich mit Ihnen über die Kondition sprechen.«
Tobias nickte, worauf sein Gegenüber einige Unterlagen hervorholte und fortfuhr:
»Für die Dauer des Einsatzes, in Ihrem Fall ein Jahr, erhalten Sie einen befristeten Arbeitsvertrag. Die Aufwandsentschädigung, die Sie in dieser Zeit erhalten, beträgt 1.609,-- Euro Brutto pro Monat. Je nachdem, wieviel Verantwortung Sie übernehmen, oder länger als ein Jahr bei uns mitarbeiten, erhöht sich dieses Gehalt entsprechend. Die Reisekosten zum Zielort werden von uns übernommen, ebenso die Kosten für Ihre dortige Unterkunft und Verpflegung. Alle nötigen Prophylaxeuntersuchungen und Impfungen zahlen wir. Für die Dauer des Einsatzes kümmern wir uns um Ihre Krankenversicherung. Zu Ihrer Absicherung gibt es einen Reiserückholservice, sowie eine Berufsunfähigkeits-, Lebens-, Gepäck-, Privat- und Berufshaftpflichtversicherung, deren Beiträge von Ärzte ohne Grenzen übernommen werden und die Sozialversicherungsbeiträge zahlt die Organisation ebenfalls. Ach ja, sollte die Sicherheitslage es zulassen, steht Ihnen, je nach Arbeitsaufwand, auch Urlaub und Freizeit zu.«
Zwar hatte Tobias aufmerksam zugehört, konnte aber die Menge an Informationen nicht verarbeiten, was seinem Gesprächspartner nicht entging und er sagte:
»Keine Angst, Herr Bernhausen, wir schicken Ihnen den Vertrag zu, in dem alle Punkte aufgelistet sind. Wenn Sie dann mit den Konditionen einverstanden sind, schicken Sie ihn unterschrieben an uns zurück. Sollte noch Klärungsbedarf bestehen, rufen Sie uns einfach an. Sprechen Sie eigentlich Spanisch?«
Tobias, der die ganze Zeit kein einziges Wort sagen konnte, überhörte beinahe die Frage und antwortete darum mit leichter Verzögerung:
»Nein, ich spreche fließend Englisch, aber kein Spanisch.«
»Nun, ich frage aus dem Grund«, setzte der redegewandte Herr das Gespräch fort, »weil die Landessprache in Kolumbien Spanisch ist und nur wenige Kolumbianer Englisch verstehen, zumindest die Einheimischen in Ihrem Einsatzgebiet. Wenn Sie möchten, könnten Sie noch kurzfristig einen Spanischkurs belegen, den wir für Sie bezahlen.«
Einen Augenblick dachte Tobias nach und kam zu der Erkenntnis, dass es wohl sinnvoller wäre Spanisch zu lernen, damit seine Tätigkeit nicht durch Verständigungsprobleme erschwert würde. Folglich stimmte er dem Vorschlag zu.
»Gut, dann belegen Sie an Ihrem Wohnort einen Spanischkurs und schicken uns die Rechnung.«
Damit war das Gespräch beendet und mit dem Hinweis, dass Tobias über alle Erfordernisse rechtzeitig informiert und ihm sämtliche Unterlagen zugeschickt würden, verabschiedeten sie sich voneinander.
Ganz benommen verließ Tobias das Gebäude und musste erst einmal realisieren, was passiert war. Nun wurde ihm erst bewusst, dass er schon bald für ein Jahr nach Kolumbien ging. Zum Teil verspürte er eine große Freude, aber es stellte sich auch ein wehmütiges Gefühl ein, weil er dadurch ein ganzes Jahr von seiner Julia getrennt war.
Was ist schon ein Jahr? Das geht so schnell vorüber und dann sind wir ein Leben lang zusammen, tröstete er sich selbst, stieg in sein Auto und fuhr los. Eigentlich wollte er ja noch seiner Mutter einen Besuch abstatten, wo er doch schon in Berlin war, aber jetzt wollte er nur noch nach Hause, zu seiner Liebsten.

Julia lief ungeduldig in der Wohnung umher, schaute ständig auf ihre Armbanduhr, ging nervös zum Fenster in der Hoffnung, gleich ihren ankommenden Tobias zu erblicken. Weil sie während der Arbeit ihr Handy nicht benutzen durfte, hatte er um 13.30 Uhr zu Hause angerufen und eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen, den sie gleich bei Ankunft in der Wohnung abgehört hatte. Dabei teilte er mit, dass er sich auf dem Heimweg befand. Nun war es schon kurz nach halb elf und Julia kämpfte mit sich Tobias anzurufen, obwohl sie vereinbart hatten nicht zu telefonieren wenn der Partner mit dem Auto unterwegs war, da dies zu stark vom Fahren ablenken würde. Immer wieder nahm sie das Telefon zur Hand, führte zögerlich ihren Finger zum Tastenfeld, legte es dann aber schnell wieder ab. Ängstliche Gedanken schossen ihr durch den Kopf, ob Tobias einen Unfall hatte und verletzt war? Dann war da auch wieder die Ungewissheit, was das Gespräch ergeben hatte. Nahte der Zeitpunkt des Abschieds und ihr geliebter Tobias ging für ein Jahr fort? Beide Optionen setzten ihr zu, denn sie konnte sich einfach nicht vorstellen, ohne ihn zu sein. Ihm zuliebe hatte sie ihre wahren Empfindungen unterdrückt und wollte dies auch weiterhin tun, denn seinem großen Wunsch, für Ärzte ohne Grenzen tätig zu werden, wollte sie nicht im Weg stehen. Er freute sich schon so lange darauf.
Aus diesen Gedanken wurde Julia gerissen, als sie den Schlüssel im Türschloss vernahm und Tobias gleich darauf eintrat. Sofort rannt sie auf ihn zu, fiel ihm um den Hals und flüsterte:
»Ich bin so froh, dass du wieder da bist.«
Darauf folgte ein langer Kuss.



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