Ereignisse
<< Dezember 2018 >>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
          1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
31            

Keine Ereignisse.

Mitglieder Online
Gäste Online: 2

Mitglieder Online: 0

Mitglieder insgesamt: 7
Neuestes Mitglied: Mandy Schur
Login
Benutzername

Passwort



Passwort vergessen?
Um ein neues Passwort anzufordern klicke hier.
Anmeldung
Newsletters

Anmeldung zum Newsletter






Angemeldet: 222
Buchvorstellung: "Beloved Football Player – Touchdown 3"
Geschrieben von  Mandy Schur Mandy Schur Geschrieben,  27-09-2018 02:30 27-09-2018 02:30 438  Gelesen 438 Gelesen
printer




"Beloved Football Player – Touchdown 3" Band Drei der erotischen Trilogie von Alica H. White.



Liz und Noah sind wieder zusammen, aber beide verheimlichen etwas voreinander.
Doch statt zu reden, ist die erotische Anziehung zu groß. Noah baut danach großen Mist, riskiert alles und verliert alles. Damit hat er eine Katastrophe heraufbeschworen und noch bevor Liz sich ihm offenbaren kann, bricht er aus Scham alle Brücken ab und flüchtet nach Europa. So hat er die Hoffnung, etwas wiedergutmachen zu können.
Liz ist von seinem Verschwinden zutiefst enttäuscht und vollkommen ratlos, denn sie kann keinen Kontakt zu ihm aufnehmen. Eine gemeinsame Zukunft scheint aussichtslos.
Aber sie hat die Rechnung ohne ihre starken Gefühle und Noahs Willensstärke gemacht…



Leseprobe:



Kapitel 1 Noah


»Noah, wir müssen reden«, sagt Liz durchs Telefon. Sie sagt das so ernst, dass ich Angst bekomme. Es war für mich eine Riesenüberwindung und wirklich schwierig, sie als Freundin zu gewinnen. In Beziehungsfragen fehlt mir nun mal die Übung und da möchte ich keine Fehler machen. Seit mir meine Gefühle für sie klar geworden sind, bin ich besessen von ihr. Beziehungsschwierigkeiten wären eine Katastrophe. Vor allem, wenn sie erfährt, dass mich Gerome Banks, der Besitzer meiner Footballmannschaft, gefeuert hat, weil ich wegen ihr das Training vernachlässigt habe.
Genau da muss ich jetzt ansetzen. Erst muss die Sache mit dem Rausschmiss aus der Welt, damit sie nicht erfährt, dass ich ihretwegen in Schwierigkeiten bin. Schließlich war es mein Entschluss. Ich muss dafür die Verantwortung tragen und die Sache aus der Welt schaffen.
»Okay Süße, machen wir. Aber ich muss vorher noch was erledigen, okay?«
»Es ist aber wichtig. Es geht um unsere Zukunft«, sagt sie mit Nachdruck.
»Das, was ich erledigen muss, ist auch wichtig.«
»Was musst du denn erledigen?«
Fuck! Was antworte ich jetzt?
»Beruflich. Ich muss mich da um was kümmern. Mach dir keinen Kopf.«
»So wie du das sagst, mach dir keinen Kopf, mach ich mir erst recht einen. Das müsstest du eigentlich wissen. Du bist doch nicht etwa in Schwierigkeiten?«
Oh Mann, wieso gehört sie zu der Sorte Frauen, die die Flöhe husten hören?
»Nein, nein! Damit hat das nichts zu tun. Wie gesagt, mach dir keinen Kopf. Ich melde mich, wenn ich die Sache erledigt habe und dann reden wir, okay?«
Liz entlässt einen herzzerreißenden Seufzer durch das Telefon. Es scheint wirklich wichtig zu sein, was sie mir zu sagen hat. Mein Magen dreht sich, wegen der Lüge und weil ich sie vertröste. Aber das hier geht vor, denn ich will ja nicht mit einem schlechten Gewissen zu ihr fahren. Immerhin hatte sie mich ständig ermahnt, ich solle meine beruflichen Pflichten nicht vernachlässigen.
Was passiert ist, ist passiert. Ich werde die Sache wieder geradebiegen, so, wie ich bisher alles hinbiegen konnte.
»Es muss sein, Liz. Glaube mir, ich wäre viel lieber jetzt bei dir. Ich muss jetzt auflegen. Aber ich kann es kaum erwarten, bis wir wieder zusammen sind. Hast du dir jetzt überlegt, ob du bei mir einziehen wirst?«
»Lass uns erst mal reden. Danach fälle ich die Entscheidung«, antwortet sie kryptisch.
Jetzt bin ich es, der da seufzt. Ich weiß, das mit unserer Beziehung geht schnell, vielleicht zu schnell. Aber es gibt einen Punkt im Leben, wo man sich sicher ist. Der ist bei mir, was sie betrifft, schon länger erreicht. Mit Liz bin ich mir tausendprozentig sicher, jetzt muss ich nur noch sie überzeugen.
»Okay. Das ist zwar nicht die Antwort, die ich hören wollte, aber sie muss mir vorerst genügen. Ich muss jetzt auflegen … und denk daran: Ich liebe dich«, bekräftige ich zuversichtlich.
Wieder seufzt sie durchs Telefon, was bei mir eine Welle der unterschiedlichsten Gefühle auslöst. Ich schiebe sie beiseite, denn das ist eine Sache, die ich von klein auf gelernt habe, und die ich bis zur Perfektion beherrsche – Gefühle beiseiteschieben.
»Ich dich auch«, flüstert Liz durchs Telefon, bevor sie auflegt. Da war definitiv ein hilfloser Unterton dabei, was mir gleich Sorgen macht.
Ich muss mich mit dem Troubleshooting beeilen!

Bei dem Gespräch mit Jerry, meinem Manager, sollte ich ruhig bleiben und seine Vorwürfe besser ertragen. Deshalb setze ich mich auf die Terrasse meines Apartments und genieße die Aussicht auf den East River, so gut es geht. Der Blick auf das Wasser entspannt. Außerdem liegt auf der anderen Seite Brooklyn, wo meine Familie wohnt, auch das hilft mir irgendwie. Ich hole tief Luft, bevor ich die Nummer wähle.
»Hi Jerry. Na dann starte mal deine Schimpftirade. Ich bin gerüstet.«
»Noah? Sag mal, bist du von allen guten Geistern verlassen? Ich hab noch nie jemanden gesehen, der so schnell seine Karriere crasht.«
»Darum rufe ich ja an. Was hast du getan, um die Sache wieder geradezubiegen?«
»Dafür ist es jetzt zu spät, mein Lieber. Du hättest was tun können, als ich ständig versucht habe dich anzurufen. Was fällt dir auch ein, einfach so dein Training zu schwänzen?«
»Du weißt, dass ich ein paar private Dinge regeln musste, die keinen Aufschub duldeten. Ich wäre nicht bei der Sache gewesen. Deshalb habe ich mich ja krank gemeldet.«
»Du bist ein Idiot, Tiger! Dieses Foto mit der Schnalle auf dem Flughafen, das hättest du dir sparen müssen. Genau das ist dir jetzt zum Verhängnis geworden. Ich werde da gar nichts geradebiegen können. Banks hat klipp und klar gesagt, dass er vollen Einsatz erwartet. In deinem Alter bist du nicht mehr in Position für solche Späße. Warum siehst du das nicht ein?«
»Komm schon, das glaube ich dir jetzt nicht.«
»Wenn du auf den Paparazzi-Fotos nicht so verliebt ausgesehen hättest, wäre vielleicht noch was zu machen gewesen. Aber so! Eine Frau ist IMMER eine Achillesferse für einen Mann wie dich.«
Ich seufze. In der Tat machen Gefühle angreifbar, deshalb hatte ich sie in der Vergangenheit immer vermieden.
»Können wir den Vorwürfeteil jetzt abhaken? Also, was schlägst du vor?«, frage ich ihn genervt.
»Wenn du mich fragst, dann gib die Sache mit Banks auf. Das hat keinen Zweck. Dieses fantastische Angebot aus Europa steht übrigens immer noch.«
Holy Fuck! Europa.
Nein, Europa geht gar nicht. Liz würde bestimmt nicht mitkommen, wenn sie nicht einmal zu mir ziehen will.
»Europa ist keine Option.«
»Wie gesagt, in deinem Alter bist du nicht mehr in der Position, um Forderungen zu stellen. Ich habe auch ein Trainerangebot in Seattle im Angebot.«
»Was ist das für ein Scheiß, Mann?! Ich wollte hier in New York endlich Wurzeln schlagen und die nächste Phase meiner Karriere planen. Wozu bist du eigentlich mein Manager, wenn du nicht einmal die elementarsten Dinge auf die Reihe bekommst!?«, schimpfe ich.
»Das muss ich mir jetzt echt nicht anhören! Ich kann doch aus Scheiße keine Rosinen machen!«, knurrt er hörbar ungehalten.
Das geht zu weit! Soll er doch mal was tun für sein Geld!
»Mir kommen die Tränen, Mann! Hör mal zu, du kassierst einen Haufen Provision! Dafür erwarte ICH eine Leistung!«
»Leistung ja, aber Wunder kann ich auch nicht vollbringen.«
»Wunder?! Streng dich an, Mann! Ich habe bisher immer das Beste gegeben, da wirst du mich ja wohl dieses eine Mal rausreißen können?! Das ist doch nicht zu viel verlangt!« Ich muss mich zügeln, denn mein Ton wird mehr als ungehalten.
»Doch doch, genau das ist zu viel verlangt! Mach deinen Scheiß doch allein!!! Geh selbst zu Banks!!! Ich bin raus!!!«
Das »Aber du willst doch mein Manager bleiben?!«, wird er nicht mehr gehört haben, denn er hat sofort aufgelegt.
Oh Mann, das klang gar nicht gut. Ich fürchte, diesmal hab ich definitiv Mist gebaut. Jerry ist zwar Choleriker, aber diesmal klang er anders. Womöglich habe ich tatsächlich den Bogen überspannt und werde selbst mit Banks verhandeln müssen. Wenn dieser fiese Kerl mir nur nicht so zuwider wäre.

»Halt! Sie dürfen da nicht rein, wenn sie keinen Termin haben!«, zetert die Vorzimmerdame von Banks. Wie kommt es nur, dass ich sie mir genauso vorgestellt habe? Keine seriöse Sekretärin, mit Knoten im Haar und Perlensteckern im Ohr. Nein, diese ›Lady‹ hat andere Vorzüge, als das Organisationstalent, das man in dieser Position erwarten sollte. So was sehe ich auf den ersten Blick, denn dafür ist sie zu grell geschminkt und der Ausschnitt zu tief. Die Silikonmöpse springen einem regelrecht in die Augen.
Na ja, geht mich nichts an. Von einer Frau erwartet Banks Gehorsam und dass seine Bedürfnisse erfüllt werden, dafür ist er bekannt. Deshalb genügt ein scharfer Blick, um der devoten Pussy Angst einzujagen.
»Wenn ich mit ihm sprechen will, dann habe ich einen Termin«, fauche ich und öffne die Tür zu seinem protzigen Büro. Das ist riesengroß und voll mit schweren Tropenholzmöbeln.
Ich habe es schon fast erwartet, dass ich ihn in einer kompromittierenden Situation vorfinden werde. Er ist gerade dabei, sich einen blasen zu lassen. Er hat die Arme großspurig hinter den Kopf gefaltet, während sein Lustzentrum von einer nackten Blondine intensiv bearbeitet wird. Früher hätte mich das nicht so sehr gestört, heute widert es mich an.
Will ich für so einen Kerl arbeiten?
Ich stöhne fast unhörbar. Ich muss es für Liz, damit wir zusammenbleiben können. Denn wenn sie noch nicht einmal zu mir ziehen will, dann wird sie mit Sicherheit nicht die Stadt wegen mir verlassen wollen.
Die Potenz des schmierigen Banks ist berühmt-berüchtigt. Er gilt als sexsüchtig. Auf dem Schreibtisch liegen noch der Spiegel, die goldene Kreditkarte und das Röllchen aus einem Tausenddollarschein. Die haben sich vorher eine Linie gezogen und wer weiß, was er sich noch alles eingeworfen hat.
Sofort schießt mir die Szene auf seiner Party wieder in den Kopf. Damals hatte er auch Liz ungehörig angefasst. Wut steigt in mir auf.
Ich muss mich zügeln!
Wenn ich ihm jetzt schräg komme, kann ich nur verlieren. Solche Typen lieben es, wenn man vor ihnen kriecht. Normalerweise ist das gar nicht meine Art, aber ich werde es für Liz tun.
Banks blinzelt, als die Tür hinter mir wieder ins Schloss fällt, lässt die Blondine aber ungerührt weiter an ihrem Blowjob arbeiten.
»Banks, wir müssen reden«, sage ich diszipliniert.
»Gleich! Du siehst doch, ich hab hier noch was zu erledigen«, knurrt er.
»Soll ich da etwa zusehen, oder was?«
»Sag mal, was bildest du dir eigentlich ein? Du hast noch nicht einmal einen Termin! Ich werde den Sicherheitsdienst rufen!«, flucht Banks laut.
Ich muss mich zügeln!
»Okay, das stimmt. Entschuldigung«, krieche ich widerwillig zu Kreuze. Wenn ich diesem Blender die Stirn biete, kann ich nur verlieren.
»Setz dich. Candy bläst dir auch gleich einen«, brummt er.
Candy? Ob die Nutte wirklich Candy heißt? »Nein danke!«, antworte ich und setze mich in den opulenten Sessel, gegenüber von ihm. Es gab eine Zeit, da hätte ich mir solch ein Angebot durchaus überlegt, aber seit ich Liz kenne, würde ich mich schlecht fühlen.
Offensichtlich habe ich Banks den Spaß verdorben, denn er schiebt Candy genervt beiseite. Die lässt von Banks mäßiger Ausstattung ab und hockt sich, nackt wie sie ist, auf den kalten Fliesenboden.
»Du kannst froh sein, dass ich so gute Laune habe. Was gibt es denn so Wichtiges zu besprechen, dass du hier die Nummer störst?«
Banks denkt nicht daran, seine Blöße zu bedecken. Mir wird übel.
»Du musst meinen Rausschmiss zurücknehmen«, fordere ich entschieden und sehe in sein berauschtes Matschgesicht mit den unnatürlich aufgerissenen Augen. Er lacht höhnisch, seine Haare fallen in die schweißbedeckte Stirn.
»Hab ich’s mir doch gedacht, dass du hier irgendwann angekrochen kommst. Aber wie sagt man so schön? Fick dich ins Knie! Für mich arbeiten nur Leute, die ALLES geben. Verstehst du … du Schmusekater?«, zischt er mit schmierigem Grinsen und streicht sich das Haar zurück.
»Das kannst du nicht machen. Ich musste das regeln. Ab jetzt werde ich vollen Einsatz zeigen. Du kannst mich nicht so ohne Weiteres ersetzen.«
»Und ob ich das kann. Es stehen so viele junge Talente Schlange.«
»Du brauchst auch erfahrene Leute im Team.«
»Ich habe genügend erfahrene Leute im Team.«
»Verdammt!!! Was willst du von mir?!«, fluche ich.
»Ahhh! Haben wir es kapiert? Wurde auch Zeit!«
Ich konnte es mir kaum vorstellen, aber sein Grinsen wird noch schmieriger.
Natürlich will er die Situation ausnutzen, hätte ich mir denken können. Mein Herz sackt in die Hose, aber ich setze mein Pokergesicht auf.
»Wie viel Gehalt bekomme ich weniger? Mach einen Vorschlag«, fordere ich.
»Geld? Du denkst, ich will Geld?! Irrtum mein Lieber, Geld habe ich genug«, lacht Banks, schnappt sich die Whiskyflasche auf dem Schreibtisch und schenkt sich einen ein. »Auch einen? Candy! Hol ein Glas.« Candy springt auf.
»Nein danke, Candy«, sage ich, obwohl ich große Lust hätte, mich zu besaufen. Hier ist mein klarer Kopf überlebenswichtig.
Banks nimmt einen Schluck und lehnt sich großspurig zurück. Mein Blick haftet kurz auf seinem Gehänge. Will der Typ sich nicht endlich bedecken?
»Dir entgeht was, Tiger. Das ist fünfzig Jahre alter Whiskey, hat mich dreißigtausend Dollar gekostet.« Triumphierend dreht er das Glas in der Hand.
Prima! Jetzt dem Affen Zucker geben.
»Okay, dann lass mich mal probieren«, lenke ich ein. Candy hat inzwischen auch das Glas gebracht. Natürlich gehorcht sie ihrem Herrn und schenkt mir von der goldbraunen Flüssigkeit ein.
»Nicht schlecht«, erkläre ich ehrlich, nachdem ich einen Schluck genommen habe. Der Whiskey schmeckt mild, aromatisch und rund. Ich bezweifle, dass Banks das in seinem Koksrausch überhaupt zu schätzen weiß.
»Nun rück schon damit raus. Was willst du von mir?«, dränge ich, bevor auch bei mir die Wirkung des Alkohols einsetzt.
»Teilen.«
Plötzlich blockiert ein Felsblock meinen Magen. Ich ahne Schlimmes, aber ich versuche, mir nichts anmerken zu lassen.
»Was teilen?!«, knurre ich.
»Was denkst du? Na die heiße Braut. Dein kleines Flittchen, das dich zu dieser Lachnummer gemacht hat. Ich möchte wissen, was an der Bitch dran ist, die mich auf meiner eigenen Party so zum Narren gehalten hat.«
Ich schlucke und balle die Fäuste unter dem Tisch. Am liebsten würde ich ihm eine verpassen, aber damit ist niemandem geholfen. Mir schießt das Blut in den Kopf, der unbedingt klar bleiben muss, weil er gerade fieberhaft arbeitet. So zwinge ich mich, tief durchzuatmen.
»Du machst Witze«, wiegle ich ab.
»Sehe ich so aus? Ich hab mit der Schlampe noch eine Rechnung offen – und mit dir sowieso. Du wirst sie hergeben müssen, für eine Nummer, die sie nie vergessen wird.« Mit drohendem Gesichtsausdruck lehnt er sich zu mir rüber.
»Kommt nicht in Frage! Du spinnst wohl!«
Es ist klar, dass er sich nur an Liz rächen will. Der Kerl ist brutal, ich muss auf sie aufpassen.
»Was denkst du? Du musst nicht, aber dann bekommst du auch deinen Job nicht wieder. Und ein anderer wird dir so schnell auch nicht angeboten, dafür werde ich sorgen«, droht er mit seinem miesen Grinsen. Mein Gott! Was würde ich gerne diese Fresse polieren! So, wie ich das auf der Party gemacht habe. Leider war das ein großer Fehler, für den ich jetzt doppelt bezahlen muss. Wie komme ich aus dieser Nummer raus? Mein Hirn arbeitet auf Hochtouren. Liz darf diesem miesen Schwein niemals wieder begegnen!
»Zier dich nicht so, Pussy«, provoziert mich Banks. »Du warst doch sonst viel großzügiger. Ich teile doch auch gern diese süße kleine Candy mit dir.«
Obwohl ich nicht so recht an Gott glaube, sende ich ein Stoßgebet zum Himmel. Er hat ein Einsehen und sendet mir eine Idee, die mich meinen ertragreichsten Dance Club kosten könnte.
»Okay, Banks. Ich mach dir einen Vorschlag. Wir werden ein Pokerspiel im Tigers veranstalten. Du und ich gegeneinander. Wenn ich gewinne, bekomme ich meinen Job wieder und du lässt Liz in Ruhe. Wenn du gewinnst, bekommst du das Tigers.«
Ich bin ungeschlagen im Pokern, weil ich fast jedes Pokerface durchschaue. Wenn Banks so stoned dort auftaucht, wird es ein Spaziergang für mich, meinen Job zurückzugewinnen.
»Jaaa, die Idee hat Charme«, raunt er. »Aber das Problem ist, dass ich deinen kleinen schmuddeligen Club gar nicht will. Nein, ich will das Café, das du neu gekauft hast.«
Fuck! Er muss irgendwie herausbekommen haben, dass ich das Café für Liz gekauft habe, damit sie sich dort ihren Traum erfüllen kann. Warum wollte sie es bloß damals nicht geschenkt? Jetzt bin ich darüber angreifbar. Fuck! Fuck! Fuck!
Allerdings wird es immer noch ein Leichtes sein, Banks zu besiegen. Ich muss bloß sicherstellen, dass er nicht betrügen kann.
»No Way. Ich kann höchstens noch meine anderen Läden hier drauflegen. Das Café ist keine Option.«
»Das werden wir ja sehen. Aber wie du meinst …«
»Das Spiel findet im Tigers statt. Nur du und ich – und ich stelle die Karten.«
»Wenn du unbedingt willst. Aber dafür gibt mein Dealer … und meine Bodyguards müssen auch dabei sein.«
»Wieso? Wir sind allein im Raum.«
»Wir brauchen Zeugen, dass alles mit rechten Dingen zugeht, oder? Du willst doch nicht, dass man uns nachsagt, dass da irgendetwas nicht sauber war. Schließlich steht ja was auf dem Spiel.«
Ich beiße auf meine Lippen. Banks und sauber – eher friert die Hölle zu. Okay, aber dann dürfen auch meine Leute dabei sein.«
»Ich denke, du hast überall Kameras? Da dürfte das doch kein Problem sein.«
»Ja das stimmt, aber dann müssen sie zumindest vor der Tür stehen.«
»Deal«, sagt Banks und hält mir seine Hand hin. Ich muss schlucken, bevor ich seinen viel zu festen Händedruck erwidere. Um mein schlechtes Gefühl wegzuspülen, kippe ich erst mal den Rest Whiskey aus meinem Glas.
Banks grinst verdammt triumphierend. »Willst du noch einen, für die Terminabsprache?«, fragt er.
»Nein Danke. Eigentlich dachte ich bei dem Termin an heute Abend.«
»Keine Chance. Du sprichst mit einem viel beschäftigten Mann. Frühestens übermorgen.«
Ich muss die Sachen früher geregelt haben, damit ich Liz entspannt unter die Augen treten kann. »Morgen«, erwidere ich entschlossen.
»Okay, ich werde versuchen, den Termin für morgen noch zu verschieben. Es wird sicher ein ganz besonderes Vergnügen, da will ich auch nicht lange warten.«
Ich nicke. »Um Acht.«
»Abgemacht«, sagt er und ich springe schnellstens auf, um diesen abstoßenden Ort zu verlassen.
»Brings zu Ende, Candy«, höre ich, als ich gerade durch die Tür gehe.
Sie fällt ins Schloss und ich schließe die Augen. Es ist, als habe ich ein Eisenband um meinen Brustkorb. Ich kann kaum atmen.
Habe ich jetzt Mist gebaut?


Hier geht es zu Amazon