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Buchvorstellung: "Jürgens Mordfälle"
Geschrieben von  Mandy Schur Mandy Schur Geschrieben,  04-10-2018 22:00 04-10-2018 22:00 132  Gelesen 132 Gelesen
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"Jürgens Mordfälle" 2 Kriminalfälle in einem Buch von Lutz Leopold.



Major Jürgen Pospischil baut gegen den Widerstand seines Vorgesetzten eine neue Abteilung für Tötungsdelikte in Wien auf.
Sein erster Fall führt in das homosexuelle Milieu. Akribisch entwirrt er die verwirrenden Fäden um den Mörder zu entlarven.
In seinen zweiten schweren Fall, treibt ihn ein Massenmörder an den Rand der Verzweiflung.
Seinem jüngsten Mitarbeiter dem attraktiven Gruppeninspektor Karlheinz Wimmer gelingt es den Täter mit Hilfe junger Burschen zu fangen.



Leseprobe (Anfang der beiden Fälle):



Tod am Lüster


1 Dienstag

Draußen in Hernals, nahe dem Schlosspark, stellt Rudolf seinen roten Käfer wie immer, nicht auf der Straße vor dem Haus, sondern in einer Allee, um die Ecke vom Haupteingang, ab. Es handelt sich um einen Oldtimer, den er liebevoll pflegt. Tief saugt er die frische würzige Luft von den Bäumen ein und geht die letzten hundert Meter zu Fuß, zu dem versteckten mit rosa blühenden Rosen umrankten Gartentürl. Kurz hält er inne, bis sich ein in der Nähe bellenden Hund beruhigt hat. Der Vollmond taucht den Rasen in helles Licht, so dass er wie Silber glänzt. Aus Gewohnheit schaut er sich noch um, dann schlüpft er durch den Garten, um durch die für ihn offen gehaltene Terrassentüre ins Wohnzimmer zu treten. Es ist Dienstagabend, der Tag an dem er jede Woche seinen Liebhaber besucht.
Der im Jugendstil eingerichtete Raum ist nur schwach, durch eine Stehlampe mit dem Schirm aus Muranoglas, erhellt. Als er sich an das schwache Licht gewöhnt hat, sieht er es. Er erstarrt.
Vom vergoldeten Lüster, in der Raummitte, hängt eine Gestalt. Ein sonst darunter stehender Glastisch, ist zur Seite geschoben. Unter den Füssen des Herabhängenden ist ein kleiner Hocker, der nicht in diesen Raum gehört, seitlich weggekippt. Die Zehenspitzen, der nach unten gestreckten Füße, berühren gerade noch den Teppich. Der teurer Nain hat in der Mitte einen nassen Fleck. Die Augen des Erhängten sind weit aus den Höhlen getreten, die Zunge hängt blau heraus. Rudolf kann seinen, wie ein Pendel baumelnden, Freund Herbert kaum erkennen. Durch den Schock, treten ihm die Tränen in die Augen. Schniefend sieht er sich um.
Er geht, eher taumelnd ins benachbarte Esszimmer und staunt. Auf dem eichenen Esstisch, ist für zwei Personen festlich gedeckt. Die zwei Suppenteller des teuren Augarten Porzellan, Dekor Kaisergarten, stehen bereits benützt daneben, auf der Anrichte. Auf einem der flachen Teller, am Tisch, liegt erkaltet, ein unberührter Zwiebelrostbraten mit Kartoffelpüree, der andere Teller ist unbenützt. Halbvolle Sektgläser, ein Eiskübel mit einer fast leeren Flasche, das Silberbesteck, ein Kerzenleuchter und frische gelbe Tulpen, seine Lieblingsblumen, zeigen ihm, hier hat ein intimes Essen stattgefunden.
Rudolf seufzt, er hat mich betrogen. Das ist nicht für ihn vorbereitet worden. Er flieht aus dem Haus, die Terrassentüre und das Gartentürl lässt er weit offen, um schluchzend in sein Auto zu steigen. Was soll er tun? Als er sich nach Minuten halbwegs beruhigt hat, fährt er weg. Sein Motor heult auf, die Reifen quietschen, als er wie verrückt die Pedale tritt. Das Geräusch schreckt eine Nachbarin hoch. Sie sieht das Auto gerade noch vom Fenster aus verschwinden.
„Du bist schon zurück?“ staunt seine Mutter. Sie ist es nicht gewohnt ihn vor Mitternacht zurückzusehen. Meist kommt er erst zum Frühstück.
„Ja, er betrügt mich.“ Mehr noch als über den Tod, ist Rudolf über die Untreue seines Geliebten betrübt.
„Na, das weißt du doch schon länger.“ Rosalinde seine Mutter wundert sich, warum er gerade heute so verbittert reagiert.
„Ich will alleine sein“, schluchzt er auf und verzieht sich in sein Kabinett.
Seit einem Jahr bemüht sich, der ehrgeizige 42jährige Hauptmann der Kriminalpolizei, um Versetzung zurück in seine Geburtsstadt Wien.
Nach knapp 20 Jahren Dienst in Graz, ruft ihn der Leiter der Landespolizeidirektion Steiermark am Montag zu sich. „Ich habe hier Ihre Beförderung zum Major. „Wollen Sie uns wirklich verlassen?“
Eher eine pro Forma Frage, da es schon länger feststeht. Die Beförderung ist mit einer Versetzung verbunden. Sein Wunsch wurde erfüllt und er ist am Ziel.
Die Vorbereitung für die Abschiedsfeier hat kaum Zeit in Anspruch genommen. Am Dienstag gleich nach Dienstschluss, beginnt das Fest in einem der Sitzungszimmer. Pospischil ist bei den Kollegen sehr beliebt. Mit seiner umgänglichen Art und seinem kompetenter Umgang mit den Verdächtigen, ist er für viele, vor allem jüngeren Polizisten, ein Vorbild.
Girlanden wie im Fasching, belegte Brote und den üblichen Alkohol, haben die Kolleginnen und Kollegen hergerichtet. Viele Hänseleien und Witze muss der Glückliche über sich ergehen lassen. Jürgen Pospischil wird es langsam zu viel, da die Mitarbeiter, seiner bisherigen Abteilung für Einbruch und Diebstahl, immer ausgelassener werden. Endlich kann er sich davonschleichen. Er fährt in der Dunkelheit nach Hause, um fertig zu packen.
Zwei Koffer stehen bereits im Vorraum bereit, obwohl er erst am Donnerstag abreisen wird. Seine Frau Lisa hat das wesentliche bereits erledigt.
Dank ihrer Stelle in der Landesregierung hatte sie reichlich Karenz bekommen, um den Sohn großzuziehen und den Haushalt zu führen. Pospischil ist deshalb auch nicht überrascht, als er im Dunkeln über die fertig gepackten Koffer stolpert. Sich am Kleiderständer festhaltend, macht er doch Licht.
„Na ihr konntet wohl nicht genug bekommen?“, witzelt Lisa. Sie ist aufgewacht und steht auf, um ihn zu begrüßen. Ihren Posten in Graz wird sie ebenfalls gegen einen in Wien tauschen. Seit Tagen ist sie freigestellt und wird erst am kommenden Ersten im Wiener Magistrat beginnen. Wo du hingehst will auch ich hingehen, hat sie geschworen und sie hält sich dran.
Beide rekeln sich wohlig befriedigt im Bett. Wild hat sich der reife Herr über die junge Frau hergemacht.
„Ich freue mich dich bei uns zu haben. Das vereinfacht den Kontakt. Am Donnerstag oder Freitag kommt der neue Abteilungsleiter. Ich mag ihn nicht. Du musst ihm auf die Finger schauen.“
„Ach warum? Klär es doch endlich mit deiner Frau. Wahrscheinlich weiß sie es schon längst.“
„Wenn schon, wir müssen den Schein wahren. Bitte sei vernünftig.“
„Dieses unnötige Versteckspiel, jetzt soll ich auch noch im Amt heucheln. Sind wir da per du, oder?“
„Nein, natürlich sind wir per du, viele Kollegen sind es.“
„Und worum geht es bei dieser Stelle?“
„Grundsätzlich bist du in den Kriminaldienst befördert worden und Jürgen ist dein Chef. Ich kenn ihn von früher und fürchte er wird ein schwieriger Untergebener.“ Der Herr wälzt sich aus dem Bett und zieht sich ohne zu waschen an.
„Schleichst dich wieder aus dem Haus, zu ihr“, kommt es bitter von ihren Lippen.
„Wir sehen uns übermorgen im Amt. Tschüss Schatz.“
Sie denkt noch, wenn er nicht mit seiner Frau Schluss macht, mache ich mit ihm Schluss.


2 Mittwoch

Rudolf hat die ganze Nacht geweint. Das Bild der baumelnden Leiche im Pyjama, hat sich in sein Gedächtnis gebrannt. Am folgenden Morgen, bringt er kaum einen Bissen runter. Angeekelt schaut er auf die Buttersemmeln, die seine Mutter liebevoll bestrichen hat. Er beschließt zur Arbeit zu gehen, um sich abzulenken.
Der verregnete Tag passt zu seiner Stimmung. Vom Regenschirm beschützt hasten die Passanten durch die Gassen. Er geht ohne Schirm den kurzen Weg zum Herrenmodegeschäft, in dem er arbeitet. Seinen Kollegen fällt auf, dass er zerstreut und bedrückt ist. Sie denken aber nicht weiter darüber nach und fragen ihn auch nicht.
„Er hat wahrscheinlich letzte Nacht gezecht“, bemerkt Einer.
Ein Kunde beschwert sich, „der ist ja Farbenblind. Was ist das für eine Beratung?“ Rudolf hat ihm zu einem rotgestreiften Hemd eine erbsengrüne Krawatte empfohlen.
Ein anderer Verkäufer springt ein und beruhigt den Wütenden. „Nehmen wir die Gelbe, die passt wunderbar“, dabei denkt er, bei dem ist es doch wurscht was er trägt.
Seine Mutter will am Abend, als er das belegte Brot ständig wiederkaut, wissen, „was bedrückt dich? Du schaust schrecklich aus.“
„Nichts, ich habe nur schlecht geschlafen.“
„Du solltest dich von diesem Mann trennen, schließlich steht er nicht hinter dir. Mit seinem Partner lebt man zusammen.“
„Ja, Mamma, ich werde mit ihm reden.“
Sie schüttelt nur den Kopf. Ein schwuler Sohn ist schon schlimm, doch ein unglücklicher Sohn ist noch schlimmer. Warum Herbert nicht bereit ist mit seiner Veranlagung vor die Öffentlichkeit zu treten, ist ihr ein Rätzel. Immer muss sie herhalten, um Herbert bei Geselligkeiten zu tarnen. Rudolf sucht ihn einmal, manchmal zweimal die Woche auf. Wenn es der Beruf und die Verpflichtungen in Herberts Firma erlauben, fahren sie am Wochenende gemeinsam in eines der verschwiegenen Hotels.
Herbert hat sie deshalb einmal gefragt, „es weiß doch sowieso jeder von dir. Warum gibst du es nicht offen zu?“
„Ich leite eine Firma ich muss den Schein wahren.“
Oberst Brenner rotiert und sucht nach einer Lösung seines Problems. Lange hat er auf die Schaffung dieser zusätzlichen Abteilung hingearbeitet. Jetzt wo er es genehmigt bekommen hat, ist ihm ausgerechnet Pospischil als leitender Ermittler ins Nest gesetzt worden. Er fürchtet, dass ihn dieser Kollege mit seinem Ehrgeiz an die Wand spielt, deshalb sucht er nach Mitarbeitern die ihm verpflichtet sind. Gerlinde Frauling seine Geliebte hat er bereits eingeschleust.
Maximilian Schubert ist Oberleutnant bei der Sitte. Amtsleiter Oberst Brenner ist bekannt wir wenig gefügig dieser Oberleutnant ist.
Deshalb hat er vorgefühlt und spricht mit ihm. „Wir haben laufend mehr Gewalt Delikte und brauchen eine weitere Gruppe die sich damit beschäftigt.“
„Wollen Sie mich etwa abwerben?“ Schubert muss lachen, er hat kein Ansuchen gestellt.
„Genau, für den neuen Abteilungsleiter, der aus Graz zu uns kommt, brauche ich einen Stellvertreter mit Ortskennnissen.“ Er verschweigt, dass dieser Herr in Wien aufgewachsen ist.
„Stellvertretender Leiter?“ Schubert kann sein Glück nicht fassen. Wenn es auch nicht mehr Geld bedeutet, so doch mehr Freiheiten.
„Richtig mit eigenem Büro. Frau Gerlinde Frauling wird auch mit von der Partie sein.“ Er glaubt, wenn ihm Schubert verpflichtet ist, kann er Jürgen besser kontrollieren.
„Inspektor Frauling? Ach ja, ich kenne sie aus dem Kommissariat Hietzing. Macht sie das Sekretariat?“
„Sie wird natürlich für die Büroarbeiten zuständig sein, aber euch auch im Außendienst unterstützen.“
„Fein ich bin dabei.“ Den inneren Jubel kann Max kaum verbergen.
„Beginnen Sie mit Ihrem Umzug. Ihr Abteilungsleiter ist schon informiert.“
„Ach.“ Die haben das schon hinter meinen Rücken beschlossen, stellt Max fest. Wahrscheinlich das Ergebnis der Auseinandersetzung, die er vor zwei Monaten mit einem Chefinspektor hatte. Der ältere erfahrene Beamte macht ihm dem jungen Oberleutnant das Leben schwer. Höhnisch weist er auf jeden noch so kleinen Fehler seines Vorgesetzten hin. Das der Leitende Major der Sitte, in Schubert einen Querulanten sieht und hinter dem Chefinspektor steht erschwert ihm das Leben zusätzlich.
Gruppeninspektor Karlheinz Wimmer, hat seine Prüfungen für den gehobenen Kriminaldienst gerade abgelegt und kommt wie Fraulinge aus einem der Bezirkskommisariate. Er wurde Brenner als guter Schüler empfohlen der kritisch vieles hinterfragt. Er soll der Stachel sein, der Pospischil nervt.


3 Donnerstag

Wie in Trance wandelt Rudolf herum. Er studiert die Zeitungen, hört die Nachrichten und wundert sich, dass niemand seinen Freund Herbert gefunden hat. Seine Alpträume werden dafür immer schlimmer.
„Was ist los? Du solltest ein paar Tage ausspannen“, meint ein Arbeitskollege. „Wenn du so weiter machst schaffst du noch ein Burnout.“
Rudolf ist tatsächlich nicht weit weg von einem Zusammenbruch. Jedes Mal wenn ein Kunde das Geschäft betritt zuckt er zusammen. Zwei Mal hatte er schon den Hörer in der Hand, um die Polizei anzurufen, zuckte aber jedes Mal wieder zurück. Was soll er denen sagen? Er plant schon eine Telefonzelle aufzusuchen, um anonym auf den toten hinzuweisen. Das verwirft er da er gehört hat die Polizei kann mit Stimmenabgleich den Sprecher ermitteln.
Es ist ein verregneter diesiger Tag. Am Grazer Bahnhof herrscht reges Treiben. Der Express nach Wien steht bereit. Wirres Geschrei, Nervosität, Erwartung auf der einen Seite und Gelassenheit auf der anderen. Pospischil gehört zu den ruhigen Passagieren.
„Hast du alles?“ Lisa, die mitgekommen ist, steht die Besorgnis ins Gesicht geschrieben. Es ist das erste Mal, dass sie einen Umzug mitmacht und den auch noch dazu in eine andere Stadt.
„Nur zwei Koffer, da fehlt dir sicher einiges“, jammert sie.
„Mach dir keine Sorgen. Ich bin bei Tante Elfriede. Wenn etwas fehlt, hilft sie mir“, Jürgen beruhigt sie.
Er schlüpft in Wien, bis er eine Wohnung gefunden und eingerichtet hat, bei Tante Elfriede unter.
Seine Eltern leben in St. Pölten in einem geräumigen Haus. Natürlich wollten sie, dass er mit seiner Frau bei ihnen einzieht.
Jürgen lehnte lachend ab, „da muss ich doch täglich pendeln. Nein das geht nicht.“
„Für Lisa ist hier sofort was in der Landesregierung frei“, lockte seine Mutter.
„Sie hat am Wiener Magistrat bereits eine Stelle gefunden“, damit ist für Pospischil das Thema vom Tisch.
Am Semmering klart es auf und Pospischil kann die herrliche Landschaft genießen. Grün soweit das Auge reicht. Bäume Schluchten, die berühmten Viadukte und Tunnel wechseln in rascher Reihenfolge. Am späten Nachmittag erreicht der Zug Wien, inzwischen strahlt die Sonne. Am neu eröffneten Hauptbahnhof herrscht reges Treiben. Jürgen war schon länger nicht in Wien und muss sich an die Veränderungen im öffentlichen Verkehr erst gewöhnen.
„Na du bist ja ordentlich gewachsen“, begrüßt ihn die kleine zarte Gestalt, die ihn am Bahnsteig empfängt. Rücksichtslos rempelnd, strömen die übrigen Fahrgäste hektisch an ihnen vorbei.
„Ja, das sagst du jedes Mal wenn wir uns sehen, dabei wachse ich seit fünfundzwanzig Jahren nicht mehr.“
Stolz berichtet sie sofort, „ich habe was Schönes gefunden. Gleich nachdem du die Koffer bei mir abgestellt hast, gehen wir’s besichtigen.“
„Na, dann rufe ich uns ein Taxi“, er ist froh dass er, dank seiner Tante, die Mehrausgabe bei Lisa rechtfertigen kann. Mit der S-Bahn ginge es auch schneller zum Praterstern, doch mit den Koffern will Pospischil nicht herumrennen. Er stellt bei ihr die Koffer in der Ybbsstraße ab um anschließend in unmittelbarer Nähe die Wohnung zu besichtigen.
„Na, gefällt sie dir?“, strahlt Tante Elfriede.
„Wunderbar, du bist die Beste“, lobt Jürgen. Für ihn ist es klar, hier muss er sofort zuschlagen. Lisa wird die Wohnung sicher auch gefallen.
Max verabschiedet sich förmlich von seinen bisherigen Kollegen. „Ich ziehe ja nur in ein anderes Stockwerk, wir sehen uns weiter laufend.“
„Werden dir die Huren nicht abgehen?“, spöttelt ein älterer Kollege.
„Nein, einige waren ziemlich zudringlich. Von den Zuhältern mit ihren Geldangeboten ganz zu schweigen.“
„Ja, ja, mancher erliegt dem. Ist besser wennst in ein anderes Ressort wechselst“, höhnt einer, über den das Gerücht der Bestechlichkeit umgeht.
„Ich freue mich schon auf die anständigen Mörder“, kontert Max.
Der kleine schwarzhaarige Kerl hat sich durch einige selbständige Aktionen beim Chef und den Kollegen unbeliebt gemacht. Ihm ist klar, ihm weinen sie keine Träne nach. Er packt in einen Karton seine Schreibutensilien und wandert durchs Haus. An seinem neuen Arbeitsort trifft er ein leeres Büro an, genauer drei Räume. Ein Zettel mit seinem Namen auf einem der Schreibtische weist auf seinen Platz hin. Er räumt in Ruhe ein, nachdem er sich die Namen der Anderen, die ebenfalls auf den Zetteln des jeweiligen Schreibtisches stehen, einprägt.


Tod in der Pissrinne


1 Sonntag

Es ist eine schwüle dunstige Nacht. Der Verkehr hat selbst in der Innenstadt nachgelassen. Die Menschen haben sich in die kühlen Häuser verkrochen. Es ist kurz nach 23 Uhr. Nur wenige Passanten benützen die Passage, in der die abgestandene Luft unangenehm riecht. Kontroller Bauer geht seine Streifentour. Er pfeift fröhlich vor sich hin, denn es ist für diesen Tag seine letzte Runde, dann ist der Kollege dran. Kurz grüßt er zu der einen Überwachungskamera hinauf, das ist ein Spaß, den sie sich immer leisten, wenn es sich um den letzten Rundgang handelt. Routinemäßig macht er einen kurzen Blick in die Herrentoilette.
Da erstarrt er. „Zum Teufel, lässt sich da glatt ein Penner nieder?“
Ganz hinten im Gang, an der Pissrinne liegt die Person, bewegungslos und schläft. Wütend geht er auf ihn zu, um ihn zu wecken und rauszuwerfen. Er kommt näher und wird stutzig. Wie schaut den der aus? Der Mann liegt am Rücken schaut starr nach oben und seine Gliedmaßen sind verdreht. Eine Hand zeigt nach oben zur Muschel. Die automatische Spülung geht zischend los.
„Verdammt das ist eine Leiche.“ Mit zitternden Händen greift er nach seinem Handy. „Zentrale, Zentrale“, stottert er, „ich habe da eine Leiche.“
Kaum eine Stunde später, ist Pospischil mit Wimmer am Tatort.
„Müssen die ihre Leichen immer nachts finden?“, mault Wimmer. Beide wurden zu Hause aus dem Bett gerufen.
„Ja man sollte die Gauner, die außerhalb der Dienststunden ihre Verbrechen begehen, strenger bestrafen. Ihnen ein paar Überstundenjahre aufbrummen.“
„Ich kann darüber nicht scherzen.“
„Beruhige dich Karlheinz, wenigstens haben wir gleich in der Früh, alle Unterlagen von der Spurensicherung und die Ergebnisse der Autopsie.“
„Gut gekleidet und gepflegt. Er wollte wahrscheinlich wirklich nur pinkeln und wurde dabei abgestochen.“ Ist Polizeiarzt Müllers erster Kommentar. Auch er ist unausgeschlafen und grantig.
Pospischil nickt zustimmend. Der dunkle Nadelstreif, das blütenweiße Hemd mit der grün gelb gestreiften Krawatte, die schwarzen Maßschuhe weisen den Toten als einen „Besseren“ aus.
„Todeszeitpunkt?“ Pospischils übliche Frage an den Arzt.
„Zwischen neun und zehn Uhr, genaues erfährst du morgen Mittag.“
Als der Tote hochgehoben und auf die Bahre gelegt wird, sieht es der Major. „Der hat ja hinten keinen Hosenboden. Die Hose wurde ihm aufgerissen.“ Er schaut Müller fragend an. „Hat er Sex gehabt?“
„Sag ich dir morgen früh.“
„Ich finde keine Papiere, keinen Ausweis. Nicht einmal eine Uhr.“ Wimmer zuckt die Achseln. „Ich werde gleich ins LKA fahren, um die Meldungen der Abgängigen durchzugehen.“
„Wem soll er den jetzt schon abgehen?“ Pospischil muss über Wimmers Eifer schmunzeln. „Warte bis morgen damit.“
Er jedenfalls geht, nachdem er den Tatort besichtigte, wieder heim, um mit seiner Frau Lisa ein gutes Frühstück einzunehmen. Wenn ich schon den ganzen Tag irgend ein Fast Foot zu mir nehmen muss, so will ich wenigstens ein ordentliches, englisches Frühstück mit Eier und Speck haben, ist seine Devise. Noch dazu am Montagmorgen.
„Ich habe dir gleich was gerichtet“, beeilt sich Lisa zu sagen, es ist erst 5 Uhr, sonst etwas zu früh zum Essen.
„Lass dir nur Zeit. Ich gehe trotzdem nicht vor acht ins Büro.“
„Wie war’s?“
„Also ich verstehe das nicht. Ein ekliger schmuddeliger Ort und die Kerle treffen sich zum Sex. Noch dazu in der Nacht wenn der Dreck des ganzen Tages noch zu sehen ist.“
„War’s ein Mord?“
„Eindeutig, der Mann wurde komplett ausgeraubt. Ich muss mich noch rasieren.“ Jürgen geht zur Tagesordnung über.
„Na, dann werde ich mich auch anziehen“, Lisa will auch nicht mehr zu Bett gehen.
Nach zwei Monaten haben sich die Pospischils bereits schön eingerichtet. Nur ein paar Kleinigkeiten sind fallweise zu besorgen. Die Frau des Hausmeisters kommt zweimal wöchentlich auf einen halben Tag putzen.
Maximilian Schubert wohnt noch bei seinen Eltern. Er hat eine junge Frau kennengelernt und ist in dieser Nacht bei ihr.
„Ich bin so glücklich, du bist ein Mann wie ich es mir immer erträumt habe“, schwärmt sie nach erfülltem Sex.
„Ich liebe dich, ich will nicht mehr von dir lassen“, haucht Max verliebt.
Er hat, um endlich einmal eine ungestörte Nacht mit ihr zu verbringen, das Handy abgeschaltet. Nachdem sie geschlummert haben und sich zum Frühstück setzen, will sie von ihm wissen, „was machst du beruflich? Meinen letzten Freund habe ich verlassen weil er ständig auf Abruf weg musste.“
„Das ist schlimm. Ich bin Beamter und habe geregelte Arbeitszeiten“, lügt er, zumindest nur teilweise. Dass er Beamter ist hat er Irene schon vor Tagen mitgeteilt. Informationen über die Art seiner Arbeit, ist er bisher immer ausgewichen.
„Das ist schön. Dabei genügt es mir wenn wenigstens die Wochenenden frei sind.“
„Die auf jeden Fall“, spinnt Max seine Lügen weiter. „Manchmal, höchstens einmal im Monat, kann es allerdings auch bei uns vorkommen.“
„In dich habe ich mich richtig verliebt. Da genügt es mir wenn du regelmäßig da bist.“
„Ich werde dich nicht enttäuschen.“


2 Montag

Wimmer hat sich trotzdem gleich ins Büro gesetzt, denn eine verdorbene Sonntagnacht, ist bereits verdorben. Er hat bei einigen Kommissariaten angerufen und ist fündig geworden. „Habt ihr einen Vermissten? Einen circa vierzigjährigen?“ Schon nach der siebenten Frage bekommt er von der Polizeiinspektion Hohe Warte einen passenden Fall gemeldet. Er tauscht die Fotos mit der Hohen Warte aus und freut sich über die Ähnlichkeit.
Stolz berichtet er, als die Gruppe am Morgen zum Bericht zusammen kommt. „Bei dem Toten handelt es sich voraussichtlich um Gerhart Kuhn, 44 Jahre alt, Textilhändler. Er hat eine Boutique am Kohlmarkt. Die Beschreibung passt. Sein Freund hat ihn, als er am Abend nicht heimkommt, bei der Polizeiinspektion, als abgängig gemeldet.“
„Die haben das sofort aufgenommen?“, wundert sich Pospischil, „Normal dauert es doch, bis eine Vermissten Meldung weitergeleitet wird.“
„Sein Freund Peter Heller hat am Posten herumgeschrien und den Beamten die Hölle heiß gemacht. Sie haben es deshalb aufgenommen und anfangs die Spitäler abgefragt. Später haben sie es in die Liste eingegeben.“ Karlheinz hat als er diesen frischen Eingang am Bildschirm gesehen hat, sofort ein Bild vom Abgängigen verlangt
„Gut dann hole diesen Kerl, damit er die Leiche identifiziert. Wir brauchen Gewissheit, nicht dass wir einem hysterischen Schwulen aufsitzen.“
Schubert kommt ins Büro. „Wir konnten dich nicht erreichen“, erwähnt Jürgen statt eines Grußes.
„Hm, ich muss in einem Funkloch gewesen sein.“
„Funkloch“, knurrt Jürgen, „schau, ob in und bei der Passage Kameras montiert sind.“
„Ich mach mich auf den Weg. Welche Passage meinst du?“
„Schau an die Wand, da hängen schon die Bilder vom Tatort“, Jürgen ist nahe dran hochzugehen.
Marx huscht hinaus. Nach drei Stunden kommt er von seiner Morgentour zurück. Er hat alle in Frage kommenden Aufzeichnungen, von den in der Fußgängerpassage montierten Kameras geholt. „Habt ihr gewusst, dass drei Magistrate zuständig sind. Bei dem einen Magistrat haben sie von mir einen richterlichen Beschluss verlangt.“
„Ja wir werden zwar rund um die Uhr bewacht, aber dürfen nicht hinsehen wenn was passiert“, Gerlinde kennt den bürokratischen Aufwand für jede Kleinigkeit.
Max schaut mit ihr die Filme durch.
Der Tote ist am Film und geht um 21:03 Uhr in die Kloanlage. Er sieht sich auffällig um bevor er durch die Türe verschwindet.
Um 21:09 geht ein schlanker jüngerer Mann in Jean und Lederjacke ebenfalls hinein. Mit hochgehobenem Kopf, strebt er direkt auf das Klo zu.
Kurz darauf um 21:11 ein älterer Glatzkopf im Trenchcoat. Er macht erst die Runde um die Auslagen zu betrachten. Dem Kerl mit der Lederjacke schaut er noch zu, um dann als wenige Leute in der Passage sind hineinzuschlüpfen.
Später um 21:16 verschwindet ein ungefähr 30jähriger kleiner Bursche mit einer Kapuzenjacke bekleidet durch die Klotür. Er verweilt, leider mit dem Rücken zur Kamera einige Minuten vor der Anlage bevor er dem Glatzkopf folgt.
Um 21:19 kommt der Glatzkopf mürrisch und erregt wieder heraus.
Um 21:28 grinst der Mann in der Lederjacke in die Kamera. Es wirkt als ob er absichtlich seine Befriedigung einem eventuellen Beobachter demonstrieren will.
Um 21:32 schleicht der Bursche nach vorn gebeugt die Kapuze ins Gesicht gezogen heraus.
Dann erst um 22:02 betritt der Nächste das Klo, dann um 22:31 und 22:45 wieder Jemand. Diese drei verlassen nach nur 3-4 Minuten die Anlage.
Um 23:05 sieht man den Kontroller Bauer.
„Ich finde wir sollten uns auf die ersten Drei konzentrieren. Die waren lange genug drin und haben nicht nur ihre Notdurft verrichtet“, schlägt Max vor.
„Der Meinung bin ich auch. Doch sollten wir die späteren Besucher nicht außer Acht lassen. Denn das sie den Toten nicht bemerkt haben, ist eigenartig.“ Pospischil hofft, dass die Autopsie den Todeszeitpunkt genauer ermittelt, umso den Täter einzugrenzen. „Gerlinde prüfe bitte, ob nicht einer der uns bekannten Diebe in Frage kommt. Ich halte es für einen Raubmord.“
„Mache ich. Ich kenne die dortige Patrouille und werde rüber gehen, um sie zu befragen, wer ihnen in letzter Zeit aufgefallen ist.“
Wimmer sucht im Morgengrauen den Freund des Toten in Heiligenstadt auf und bringt ihn ins Leichenschauhaus. Der mollige große Bursche ist noch immer angezogen. Tiefe dunkle Ringe um die Augen. Die ganze Nacht hat er auf ein Zeichen seines Freundes gewartet. Stumm und gefasst betrachtet Heller seinen Freund Kuhn.
„Ja das ist Gerhard. Er ist sonst immer pünktlich um zehn zu Hause. Ich habe gleich gespürt, dass etwas nicht stimmt. Kurz nach Mitternacht bin ich deswegen zur Polizei.“
Sie fahren ins LKA. Pospischil wundert sich weil der Bursche ruhig und gefasst im Büro platz nimmt. „Können Sie mir sagen, ob er öfter die Bedürfnisanstalten aufsuchte?“
„Ja“, aufseufzend nickt Heller, „er braucht das, brauchte das. Es hat nichts mit unserer Freundschaft zu tun. Wir haben uns trotzdem geliebt.“
„Wir haben keine Geldbörse oder Brieftasche gefunden. Auch keine Uhr, oder Ring. Hat er diese Sachen nie dabei?“
„Doch, natürlich hatte er Ring, Uhr, Geld und Brieftasche, aber nie mehr als vielleicht Hundert dabei. Oh, die Karte die muss ich gleich sperren lassen.“
„Sie dürfen es von hier aus machen“, lächelt ihn Wimmer an.
„Danke.“ Heller ruft die Bank an und bittet die Bankomat und Visakarte zu sperren. Er sagt auch weshalb.
Schubert zeigt ihm die Fotos aller sechs Männer die das Klo in der fraglichen Zeit betreten haben. „Kennen Sie einen davon?“
„Nein, ich selbst gehe nie auf Logen. Tut mir leid.“
„Kann ja trotzdem sein, dass Sie einen davon, von woanders her kennen.“
„Ja, aber die sind mir alle fremd.“
„Hat Herr Kuhn irgendwelche Feinde?“ hackt Pospischil nach. „Probleme in der Firma, Konkurrenten?“
„Nein. In der Firma sind wir nur zu zweit und unsere Ware ist speziell für Freunde sortiert.“
Jürgen nickt, er kann sich vorstellen was mit Freunden gemeint und welcher Art die Ware ist. „Was geschieht mit der Firma? Erben Sie?“
„Ja, wahrscheinlich alles. Es gibt die eingetragene Partnerschaft, ein Testament und Gerhard hat keine Familie. Bin ich jetzt verdächtigt? Ich war alleine zu Hause und habe kein Alibi.“
„Nein, nein“, wehrt Pospischil ab, „reine Routine. Ich befrage immer alle Personen im Umfeld der Opfer.“
„Darf ich gehen? Ich muss das Geschäft aufsperren, oder ich werde ein Schild anbringen.“ Unsicher was er machen soll entfernt sich Peter Heller nachdem Jürgen genickt hat.
Dr. Müller rührt sich, „ich kann euch Näheres mitteilen. Der Tod trat um halb zehn Uhr ein. Fünf Minuten auf oder ab. Drei Stiche, einer davon in die Lunge und einer ins Herz führten zum Tod. Er hatte Sex, es wurden drei verschiedene Samen in seinen Darm gespritzt. Verletzungen hat er keine, also geschah es freiwillig.“
„Sein Freund muss einen guten Magen haben, wenn der ständig versaut heimkommt“, murmelt Karlheinz. Er findet den molligen Burschen sympathisch und kann das Verhalten des älteren Mannes nicht verstehen. Am Klo kann er doch nichts Besseres gefunden haben. Was treibt so einen an?
Schubert der die Videos durchgeht meint, „mir fällt an dem Kerl mit der Kapuze was auf. Links hinten auf der Jacke hat er ein dunkles Kreuz mit hellen Strahlen.“ Die schwarzweißen Bilder lassen die Farben nicht erkennen.
„Ein homophobes Exempel von religiösen Fanatikern?“ Jürgen ist elektrisiert. Das wäre eine Erklärung, denn wegen des Geldes, ein Mord? Scheint ihm unwahrscheinlich. Ein brutaler Raub hätte da genügt. Öfter werden an solchen Orten Männer zusammengeschlagen und ausgeraubt. Meistens schämen sie sich und zeigen es nicht einmal an.
Gerlinde geht in die Polizeiinspektion Taubstummengasse. Von hier gehen die Polizisten regelmäßig in der Passage patrouillieren. „Hallo Kollegen. Was könnt ihr mir über das Klo in der Passage erzählen? Ihr wisst wegen der Leiche.“
„Wird stark frequentiert.“ Ein höhnisches Gelächter der vier Polizisten begleitet die Äußerung.
„Schön von wem aller? Kennt ihr einen von denen?“ Sie zeigt die sechs Fotos.
„Hm, den mit der Kapuze kann man kaum erkennen. Der Glatzkopf ist jeden Abend da. Normal trifft er sich mit dem da.“ Er zeigt auf den Kerl der um 22:31 hinein ist und kurz darauf wieder heraus kam.
„Der ist kaum zwei Minuten drin gewesen.“ Gerlinde schüttelt den Kopf, sie sieht keinen Zusammenhang.
„Natürlich, der hat nur reingeschaut und keinen Partner gesehen. Machen viele. In zwei Minuten pinkelt man nicht.“ Wieder allgemeines Gelächter. Die liebe Kollegin begreift scheinbar nicht, was die Kerle dort treiben.
„Den mit der Lederjacke habe ich einmal mitgenommen. Der hat ein ordentliches Strafregister. Prügelt und schlägt manchmal seine Freier. Der geht am Strich.“
„Der da, mit der Mütze ist auch öfter da.“
„Hast du einen Namen von dem in der Lederjacke?“ Der Mann mit der Mütze ist um 22:02 rein. Gerlinde findet ihn nicht interessant.
„Muss nachschauen. Das war vor vierzehn Tagen, da hab ich seinen Ausweis kontrolliert.“
„Warum?“
„Ein Bürschchen ist schreiend raus gerannt. Er hinten nach. Da habe ich ihn aufgehalten. Der Knabe ist auf und davon. Steht in dem Bericht. Ah, da ist er.“ Er hat während er spricht im PC gesurft.
Gerlinde schaut ihm über die Schulter und notiert Erhard Schmiss und die Adresse. „Danke Boys, ihr ward mir eine große Hilfe. Ach, wenn ihr den Glatzkopf heute am Abend erwischen könnt, das wäre eine noch größere Hilfe.“
„Machen wir, sollen wir ihn gleich bei euch abliefern?“
„Das ist Spitze.“ Gerlinde verabschiedet sich zufrieden.
„Du hast deinen Kaffee nicht ausgetrunken“, ruft ihr einer noch nach, doch sie ist schon weg.



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