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Buchvorstellung "Don't touch my Money"
Geschrieben von  Mandy Schur Mandy Schur Geschrieben,  23-02-2019 11:00 23-02-2019 11:00 164  Gelesen 164 Gelesen
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!!! Neuerscheinung am 01.03.2019 !!!




"Don't touch my Money" Ein spannender Roman von Tanja Hagen.



Völlig abgebrannt macht die Kopfgeldjägerin Victoria Johnson einen fatalen Fehler. Sie stiehlt Unterlagen aus dem Büro ihres Auftraggebers, um an Geld zu kommen. Was sie nicht weiß: Duke Breston ist nicht der Kleinkriminelle, für den sie ihn hält.
Zur gleichen Zeit ist bereits Connor Stevens auf der Jagd nach dem Gewaltverbrecher. In den letzten Monaten konnte er sich nur mit Auftritten in kleinen Bars über Wasser halten, so dass die hohe Summe, die auf Brestons Kopf ausgesetzt ist, seine Rettung wäre.

Ein Wettlauf um Leben, Tod und eine Menge Geld beginnt.



Leseprobe:



Gähnende Leere

Der Blick in den Kühlschrank ließ Victoria Johnson aufstöhnen. Sie strich sich eine Strähne ihrer dunkelbraunen Haare aus dem Gesicht und warf einen Blick in die blaue Kaffeedose. Aber auch dort fand sie nichts außer ein paar Krümel. Es war kurz vor zwölf. Der Tag war
verhext. Sie hätte viel früher aufstehen müssen, aber irgendwie war sie einfach liegen geblieben, als der Wecker sie an ihren Termin erinnert hatte. Sie hätte schon vor zwei Stunden bei ihrem Auftraggeber im Büro sein sollen. Aber die letzte Nacht war so lang
gewesen, dass sie erst um sechs ins Bett gekommen war. Und zwar alleine. Dabei hatte der Abend mit einer ihrer Freundinnen doch so gut angefangen.
Ihre Freundin Jessie hatte sie eingeladen. Die Bar, in der sie sich getroffen hatten, war gut besucht und die Männer waren nicht zu verachten gewesen. Im Laufe des Abends hatten ihr verschiedene Männer Drinks ausgegeben und auch die Gespräche, die sie geführt hatte, waren sehr anregend gewesen. Und doch war sie am Ende alleine heimgegangen.
Alleine, betrunken und genauso pleite wie Stunden zuvor. Dabei hatte sie doch eigentlich ihre Freundin um Hilfe fragen wollen. Sie hatte Jessie bitten wollen, ihr für ein paar Tage auszuhelfen, denn schließlich wollte sie, so schnell es möglich war, wieder einen neuen
Auftrag bekommen. Aber irgendwo zwischen Drinks und den gutaussehenden Männern hatte Jessie erwähnt, dass dieser Abend der Letzte wäre, an dem sie für sie auslegen würde und dass sie nun erwarte, selbst eingeladen zu werden, und zwar von ihr. Einen kurzen Moment war Victoria davon ausgegangen, dass Jessie diese Äußerung nicht ernst meinte, aber der Blick zur Seite hatte ihr etwas anderes gesagt. Ihre Freundin, die schon seit einigen Wochen immer dafür sorgte, dass sie in Bars zu trinken bekam und auch immer wieder den Eintritt für andere abendliche Aktivitäten übernahm, meinte es sehr ernst. Bitterernst, um genau zu sein, denn Jessies Blick hatte sich förmlich in Victoria gebohrt und keine Widerworte zugelassen. Das Einzige, was Victoria zustande gebracht hatte, war ein leises »Ja klar« gewesen, von dem sie noch nicht wusste, wie sie es umsetzen sollte.
Sie musste dringend ihren Hintern hochbekommen.
Seufzend schloss sie die Tür des Kühlschranks wieder. Auch wenn sie es nicht wollte, sie musste ihren Auftraggeber anrufen und sich bei ihm für ihr Nichterscheinen entschuldigen, sonst würde sie in den nächsten Monaten überhaupt keinen Auftrag mehr bekommen und dann würde sie schnell vor der Tür sitzen. Tief durchatmend griff sie nach ihrem Handy und drückte die Kurzwahltaste, hinter der sich die Nummer zum Büro ihres Auftraggebers befand. Während sie dem Klingeln lauschte, begann sie nervös in ihrer kleinen Wohnküche auf und ab zu laufen.
Wenn sie wenigstens noch einen Kaffee hätte trinken können. Ohne Kaffee war sie nur ein halber Mensch.
»Johnson. Was fällt dir ein. Glaubst du echt, ich habe nichts anderes zu tun, als hier zu sitzen und auf dich zu warten? Und bevor du mich nun wegen des Auftrags fragst, der ist weg. Den habe ich an einen zuverlässigen Kollegen abgegeben.« Endlich beendete Richard Chase seine wütende Tirade.
»Entschuldige, ich hab verschlafen.« Victoria strich sich erneut über die Haare.
»Verschlafen, verschlafen. Vic, ich höre seit Wochen nichts anderes von dir, und selbst wenn du mal rechtzeitig hier bist, erledigst du die Jobs immer erst kurz, bevor es zu spät ist. Was zum Teufel ist los mit dir? Ich hatte irgendwann echt mal gedacht, dass da noch mehr drin
ist. Willst du weiterhin nur die Drecksarbeit machen oder was? Soll ich hier ein Fach hinstellen, wo ich jeden, der wegen ´nem Strafzettel eine Kaution brauchte, reinlege? Du willst Geld verdienen, dann zeig doch auch mal Einsatz verdammt! Von den paar Mäusen, die du die letzte Zeit bekommen hast, kann doch nicht mal eine Kakerlake überleben.«
Sie wollte sich nicht vor ihm dafür rechtfertigen, dass sie in den letzten Wochen und Monaten ständig von einer Party zur nächsten jagte, immer auf der Suche nach Abenteuern und doch eigentlich nur auf der Suche nach dem einen Richtigen. Ihr nicht vorhandener Beziehungsstatus frustrierte sie schon eine geraume Zeit, und noch frustrierender war,
dass die Männer, die sie kennenlernte, immer nur auf einen One-Night-Stand aus waren oder sich nach wenigen Tagen als Arschlöcher entpuppten. Sie wusste, dass sie weniger Zeit in Bars verbringen sollte.
»Es tut mir leid, Richard, wirklich. Ich kann in zwanzig Minuten da sein.« Ihr Blick wanderte erneut auf die schwarze Uhr mit den weißen Ziffern, die sie von ihren Eltern geschenkt bekommen hatte, als die Zeiten noch besser gewesen waren. Zu einem Zeitpunkt, wo sie sie
unterstützt hatten.
»Was an, ›der Auftrag ist nun weg‹ hast du nicht verstanden? Vic, frag in einer Woche nochmal nach. Gerade habe ich nichts anderes für dich hier. Und bevor du nun eine Welle machst, wer nicht da ist, hat Pech gehabt. Ich kann nicht immer auf dich warten. Auch Kleinvieh macht Mist. Deine Unpünktlichkeit kann mich Tausende kosten, wenn ich
niemanden finde, der den Auftrag übernimmt. Hör auf, deine Highheels zu polieren, und arbeite.«
»Das war so klar. Willst du mir nun wieder die Sache mit der Frau aufs Brot schmieren? Nur weil ich eine Frau bin, mache ich meine Arbeit nicht schlechter als andere. Und das weißt du!« Wütend fuhr sie ihn an. Sie konnte es nicht leiden, wenn Richard ihr erklären wollte, dass Frauen als Kopfgeldjäger nichts taugten. Es gab viele wie sie. Frauen, die auf der Suche nach Verbrechern waren, die ihre Kaution über Kautionsbüros bezogen hatten und dann kurz vor dem Gerichtstermin oder genau an dem Tag spurlos verschwanden.
»Vic, verdammt, es gibt noch andere, die den Job machen, und zwar zuverlässig! Das hat rein gar nichts mit Frau oder Mann zu tun. Meld dich nächste Woche wieder.«