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Buchvorstellung "Die Lady und der Krieger"
Geschrieben von  Mandy Schur Mandy Schur Geschrieben,  15-08-2019 14:00 15-08-2019 14:00 321  Gelesen 321 Gelesen
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"Die Lady und der Krieger" Ein Liebesroman von Christine Carey Spencer.



Im Kampf gegen südwalisische Aufständische wird der Krieger Janto ap Anarawd verwundet und findet bei einem verarmten Lord Obdach. Dort lernt er die Dienstmagd Brienna kennen, die ihn hingebungsvoll gesund pflegt. Dabei entdeckt er schnell, dass sie nicht die ist, die sie zu sein scheint. Als er weiterziehen will, bringt er den Lord dazu, sie ihm zu verkaufen. So kommt es, dass Brienna den Krieger begleitet.
Auf ihrer Reise ins Herz von Ceredigion entbrennen sie in wilder Leidenschaft füreinander, doch Janto schwört, dass er sie nicht zu der Seinen machen kann. Denn er ist auch nicht der, der er vorgibt zu sein.

Als Brienna Opfer einer üblen Intrige wird, begibt sich Janto in tödliche Gefahr.



Leseprobe:



»Warum nur müsst Ihr ein Prinz sein? Und warum habt Ihr mich bloß mitgenommen?«
»Ich will ehrlich mit Euch sein. Dienerin oder uneheliche Tochter, das hätte keine Rolle gespielt. Ich wollte Euch für mich, schon als ich das erste Mal in diese goldenen Augen sah.
Es ist nicht rühmlich, aber ich dachte an Euch als Geliebte. Doch als sich herausstellte, dass Ihr eine Lady seid«, er seufzte und sprach dann weiter, »da war es bereits zu spät und ich war Euch mit Herz und Seele verfallen. Deshalb seid Ihr hier. Ich will auch nicht, das Ihr heiratet. Aber ich kann Euch nicht zur Frau nehmen, und meine Geliebte dürft Ihr auch nicht werden.«
»Dann gibt es keine Hoffnung für uns«, flüsterte Brienna. »Ich wünschte, ich könnte noch einmal zu dem Tag zurück, an dem ich Euch begegnete, und alles rückgängig machen, aber das kann ich nicht.«
Brienna schwieg einige kummervolle Sekunden lang, doch dann hielt sie es nicht mehr aus. Sie stand hastig auf und wollte fortlaufen, fort von Janto und ihrem Unglück.
Er hielt sie am Arm fest und zog sie zu sich. Sie wehrte sich und sagte: »Lasst mich«, aber Janto hielt sie unerbittlich und drehte ihr Gesicht so, dass sie ihm in die Augen sehen musste.
»Wartet«, sagte er und sah sie an. Brienna versuchte erneut, sich ihm zu entwinden. »Bitte geht nicht«, raunte er mit hörbarer Verzweiflung in der Stimme. Brienna hingegen wurde zum ersten Mal, seit Janto sie aus ihrem Elternhaus fortgerissen hatte, ernsthaft wütend. Er hatte sie geküsst und andere Dinge mit ihr getan, in dem Wissen, dass er sie nie würde heiraten können. Sie war nichts als eine Spielerei für ihn gewesen, ein amüsanter Zeitvertreib bis seine Verlobte eintraf. Ob sie ihm damit unrecht tat, war ihr in diesem Moment gleich.
»Nennt mir nur einen Grund, warum nicht«, spie sie ihm förmlich entgegen. »Ihr habt Euch Dinge genommen, auf die Ihr kein Anrecht hattet und ich muss jetzt damit leben. Ich verwünsche mein Herz, das trotzdem haben will, was ihm niemals gehören darf, Janto ap Anarawd.«
Damit riss sie sich von ihm los und wollte durch die Tür verschwinden, durch die sie den Garten betreten hatten, aber sie lief in die falsche Richtung und fand sich unvermittelt in einer zugewucherten Laube wieder. Hier befanden sich noch weitere Obstbäume, die in voller Blüte standen. Sanfter Wind bewegte die Zweige und das Sonnenlicht malte kleine Punkte auf den Boden. Dieser Teil des Gartens ist wunderschön, dachte Brienna zusammenhanglos. Schon war Janto hinter ihr und fasste sie erneut an den Armen. »Bitte wartet.«
»Warum nur lasst Ihr mich nicht gehen?« Ihre Stimme war tränenerstickt und Jantos kantiges Gesicht verriet seine Anspannung. »Weil...«, und dann brach er wieder ab.
»Sagt es mir«, flehte Brienna.
»Ich glaube, ich habe mich in Euch verliebt«, brach es dann aus ihm heraus und Brienna erstarrte. Sie blickte in die Tiefen seiner grünen Augen, als suchte sie nach einer Antwort. Was sie dort sah, ließ ihr Herz jubilieren, trotz ihrer schwierigen Lage. Sie glaubte ihm. Da war nichts außer der reinen Wahrheit. Langsam ließ er ihre Arme los und stand unschlüssig vor ihr.
Brienna fand als Erste die Sprache wieder und gestand ihm:
»Und ich liebe Euch. Oh, Janto, was sollen wir nur tun?«, fragte sie ihn mit weicher Stimme und wischte sich abwesend mit einem Tuch die Tränen aus dem Gesicht. Sie legte zärtlich ihre Hand an seine Wange: »Es darf nicht sein, das wisst Ihr genauso gut wie ich.«
»Wir werden einen Weg finden, das schwöre ich. Ich kann die Hochzeit mit Sian nicht umgehen, aber in meinem Herzen bin ich Euer Gemahl.« Er sah nach oben, sie standen unter dicht belaubten Zweigen, durch die Blüten der Bäume üppig geschmückt.
Er kniete sich vor sie hin und nahm ihre Hände. »Brienna ap Bogus von Kidwelly. Wollt Ihr von jetzt an bis in alle Ewigkeit meine Gemahlin sein?«
»Ja«, antwortete sie ihm, während neue Tränen an ihren Wangen hinab liefen. »Hier und jetzt gelobe ich Euch und nur Euch zu lieben, bis zu meinem Todestag. Mögen die alten Götter uns ihren Segen geben.« Kein Zweifel war in ihrer Stimme zu hören und Janto bekräftigte: »Sollen die guten Geister in diesen Bäumen diesen Schwur bezeugen und soll er auf ewig Bestand haben«. Er erhob sich und zog einen schweren silbernen Ring mit einem Rubin von seinem Finger und steckte ihn Brienna an den Ringfinger. »Dann seid Ihr von nun an meine Frau«, sagte er mit fester Stimme und ein leidenschaftlicher Kuss besiegelte ihren geheimen Schwur.
Der Wind ließ die Blätter melodisch rascheln, so als gäben die Bäume selbst ihr Einverständnis.