Banner
Ereignisse
<< Oktober 2019 >>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
  1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31      
Mitglieder Online
Gäste Online: 6

Mitglieder Online: 0

Mitglieder insgesamt: 7
Neuestes Mitglied: Mandy Schur
Login
Benutzername

Passwort



Passwort vergessen?
Um ein neues Passwort anzufordern klicke hier.
Anmeldung
Newsletters

Anmeldung zum Newsletter






Angemeldet: 985

Noch kein Kindle?

Buchvorstellung "Hörig - Du willst mir gehören"
Geschrieben von  Mandy Schur Mandy Schur Geschrieben,  07-09-2019 18:00 07-09-2019 18:00 194  Gelesen 194 Gelesen
printer




! Neuerscheinung demnächst!


"Du willst mir gehören" Ein erotischer BDSM-Roman von Christin Gericke




Susan hat gerade ihr Studium zur Architektin erfolgreich in der Tasche. Sie nimmt allen Mut zusammen und stellt sich einem großen Architektenbüro vor. Sie wird eingestellt und verliebt sich in ihren Chef.
Marc ist ein außergewöhnlicher Mann, der Frauen mit diversen Sexspielen unterwürfig macht. Er kontrolliert Susan auf Schritt und Tritt. Seine ständige Eifersucht treibt Susan an ihre äußeren Grenzen. Sie muss sich extremen Erniedrigungen aussetzen, die von seinen Launen abhängig sind. Dennoch glaubt sie an die Liebe und möchte um sie kämpfen.
Doch Susan muss sich irgendwann entscheiden, ob sie sich ihr Leben lang seinen Machtspielen aussetzen möchte oder ob sie ihr eigenes unabhängiges Leben zurückhaben möchte.
Die anfangs liebevolle Beziehung wird immer mehr zum Machtspiel und die Spirale dreht sich unaufhaltsam weiter und weiter.
Sie genießt die schönen Stunden und verzeiht ihm aus Liebe jeden noch so großen Fehltritt.

Sämtliche Demütigungen lässt sie über sich ergehen in der Hoffnung, dass ihre Liebe ihn verändert.




Leseprobe:



Es war ein wunderschöner Herbstmorgen. Susan saß auf der Dachterrasse in Marcs zweiter Penthouse Wohnung. Diese hatte er zusätzlich gekauft, um Steuern absetzen zu können und um am Wochenende einfach mal einen Tapetenwechsel zu haben. Marc liebte die Abwechslung auch bezüglich seiner Wohnsituation. Die Penthouse Wohnung war weitaus gemütlicher eingerichtet, als sein Haus, welches außerhalb von Frankfurt lag. In seiner Penthouse Wohnung hatte er eine wunderbare Sicht auf die Skyline von Frankfurt. Der einzige Nachteil der Wohnung war, dass er sich den oberen Stock mit einem jungen Mann teilen musste. Die Balkone waren zwar getrennt, aber man konnte sich gegenseitig sehen. Marc störte das nicht weiter, da er diese Wohnung nur ab und zu nutzte. Wenn seine jüngere Schwester aus Hamburg zu Besuch kam, durfte sie in dieser Wohnung wohnen. Das kam öfter mal vor. Immer dann, wenn sie ein wenig abschalten wollte vom stressigen Praxis Alltag. Marc Schwester war Ärztin. Sie liebte ihren Beruf, aber gönnte sich hin und wieder abwechselnd mit ihrem Kollegen eine Verschnaufpause. Es war immer viel zu tun in ihrer Praxis. Susan freute sich schon darauf sie bald mal kennen lernen zu dürfen, nachdem Marc ihr so viel von ihr erzählt hatte.
Es war herrlich warm in der Sonne, sie frühstückten, scherzten und lachten. Marc ging in die Küche und presste Susan einen frischen Orangensaft aus. Susan schloss die Augen und genoss die warmen Sonnenstrahlen. Sie blinzelte. Da sah sie nebenan Marcs Nachbar. Er saß mit freiem Oberkörper auf seiner Terrasse und lächelte ihr zu. Sie lächelte zurück und musterte ihn unauffällig. Marc stand mit verschränkten Armen im Türrahmen “Was tust du da?“, fragte er Susan. Sie wollte Marc ein wenig ärgern und vergaß seine krankhafte Eifersucht völlig. Sie lächelte Marc geheimnisvoll an und flüsterte: „Ich schau mir an, was andere Männer noch zu bieten haben.“ Marc flunkerte sie böse an. “Komm rein!“, befahl er ihr. Susan schaute ihn verdutzt an. Sie wollte ihn doch nur ein wenig aufziehen, aber scheinbar verstand er ihren Spaß nicht. Er schloss die Balkontüre ruckartig. Marc drückte Susan an die Wand und brüllte ihr ins Gesicht. Er rastete völlig aus und packte Susan fest am Arm und schleifte sie in den Fahrstuhl. Er drückte auf den Knopf in das Kellergeschoss. Er zog sie fest an den Haaren aus dem Aufzug. Susans Flehen ignorierte er völlig. Unten im Keller angekommen, sperrte er eine schwere Türe auf. Er stieß Susan hinein. „Ich werde dir schon Benehmen beibringen schnaubte er. Ich habe dir gesagt keine anderen Männer! Los zieh dich aus!“, befahl er Susan. Susan heulte und bat ihn damit aufzuhören. „Was soll das? Ich liebe doch nur dich!“, schluchzte sie. „Hör bitte auf damit!“ Aber Marc reagierte nicht auf ihre Worte. Er war hochrot im Gesicht und schnaubte vor Wut. Marc riss ihr die Kleider unsanft herunter und warf Susan auf den Boden. „Dreh dich um, ich fick dir deine Bösartigkeit aus dem Leib!“, schrie Marc sie an. Er drehte sie auf den Rücken und nahm sie von hinten wie ein wildes Tier. So brutal und schmerzhaft hat er sie noch nie genommen. Was hatte sie bloß falsch gemacht. Für sie war es doch nur ein alberner Spaß gewesen. Tränen liefen Susan über die Wangen und sie schrie vor Schmerz und Wehmut. Dann ließ er endlich von Susan ab. Susan kullerten die Tränen herunter. Sie weinte bitterlich. Was tat er denn da mit ihr? Sie waren doch so glücklich miteinander. So kannte sie Marc nicht. Er schaute Susan verächtlich an. “Ich komme in einer Stunde zurück und dann treibe ich dir die anderen Männer aus. Das wirst du bitterlich bereuen! Du gehörst mir, verdammt nochmal! Miiiiiir! Kapier das doch endlich! Ich lasse mich so nicht von einer Frau behandeln! Du wirst mir hörig werden! Verlass dich darauf, Susan!“ Marc ließ sie heulend zurück, nahm ihre Klamotten mit und schloss die Kellertüre hinter ihr zu. Was war das? Sie war gefangen in seinem Keller. Ihr Herz pochte stark und ihr Körper zitterte vor Angst und Kälte. Was hatte er mit ihr vor. Sie rüttelte an der Kellertüre. Aber sie war fest verschlossen. Susan verstand die Welt nicht mehr. Was war geschehen? Wie konnte er sich nur so sehr darüber aufregen, dass sie seinen Nachbar angeschaut hatte. Es war ihr völlig egal wie dieser Mann aussah, er interessierte sie überhaupt nicht. Marc war ihr ein Rätsel. Dumpfes Licht drang durch ein schmales Fenster. Das Fenster war vergittert. Susan ging zu dem Fenster und rüttelte daran. Es war unmöglich es zu öffnen. Susan bekam plötzlich Angst. Leicht konnte sie die Umrisse des Kellerzimmers erkennen. Ihre Augen gewöhnten sich relativ schnell an die Dunkelheit, so dass sie einiges erkennen konnte. Was ihr sofort auffiel war, dass in dem Zimmer ein Doppelbett in der Ecke stand und daneben ein Holzstuhl. Auf der anderen Seite des Bettes stand ein kleiner Schrank. Darin steckte ein Schlüssel. Vorsichtig drehte Susan den Schlüssel um. Sie traute ihren Augen nicht. In dem Schränkchen befanden sich Handschellen, eine Gerte, diverse Klemmen und Sexspielzeug. Der Inhalt des Schrankes machte ihr erneut große Angst. Was war Marc bloß für ein Typ? Wieso konnte er so lieb sein und ihr jeden Wunsch von den Augen ablesen und dann wiederum so ein gemeines Schwein. Sie kauerte sich ins Bett und ihr rannten weiter die Tränen über die Wangen. Immer und immer wieder stellte sie sich die Frage, was sie falsch gemacht hatte, um Marc so zum Explodieren zu bringen. Er kannte sie und ihrem Humor doch. Er wusste doch, dass Susan das vorhin nicht ernst gemeint hatte. Ihr war inzwischen eiskalt. Sie wusste nicht wie lange sie da unten auf dem Bett saß. Die Zeit erschien ihr unendlich lange bis Marc zurück kam. Er schloss die Türe auf, als sie zitternd vor Angst und Kälte in der Ecke des Bettes kauerte. Aber was war das? Er war nicht allein. Er hatte eine sexy Brünette mitgebracht. Die Frau war super schlank, hatte lange Haare und trug ein Minikleid, Stöckelschuhe und einen Mantel. Susan wusste nicht wie sie reagieren sollte. Susan fehlten die Worte. Damit hatte sie nun wirklich nicht gerechnet. Er nahm der Dame höflich den Mantel ab und hängte ihn an einen Kleiderhaken neben der Türe, die er wieder sorgfältig verschloss. Die beiden beachteten Susan gar nicht, vielmehr waren sie mit sich selbst beschäftigt. Sie küssten sich leidenschaftlich. Susan musste ertragen, wie er eine andere Frau küsste. Aber es kam noch schlimmer. Marc und diese Frau küssten sich sehr leidenschaftlich und Marc zog der fremden Frau das Kleid aus. Er knöpfte ihren BH auf und strich ihr den Slip runter, während sie dabei lustvoll stöhnte. Jetzt erst schaute er Susan an. „Setz dich auf den Stuhl und schau zu“, befahl er Susan. Sie trotzte und blieb in ihrer Ecke sitzen. Marc kam auf sie zu. Er zog sie an den Haaren zum Stuhl. „Ich rate dir, hör was ich dir sage, kleine Schlampe“. Susan saß schluchzend auf dem Stuhl. Sie wagte nicht ihm irgendetwas zu sagen. Stillschweigend saß sie da. Er widmete sich wieder der anderen Frau und beachtete sich nicht weiter. Er küsste sie leidenschaftlich und trug sie zärtlich aufs Bett. Marc streichelte ihre Brüste. Er knetete sie genüsslich. Er ließ sich viel Zeit. Marc wollte, dass Susan litt. Hin und wieder schaute er zu ihr. Ihm gefiel, dass er Eifersucht in ihren Augen lesen konnte. Er genoss seine sadistische Ader. Susans Stolz war gebrochen, dass konnte er in ihren Augen sehen. Dann schob Marc einen Finger in feuchte Vagina. Der Rivalin und leckte genüsslich seine Finger ab. Susan war wütend, sie wischte sich zornig die Tränen aus dem Gesicht. Aber dennoch machte es sie an, was sie da sah. Es machte sie wahnsinnig zu sehen, was er mit dieser Frau machte. Es verletzte sie zutiefst und gleichzeitig wirkte er dadurch noch anziehender für sie. Sie konnte sich diese Gefühle beim besten Willen nicht erklären. Warum konnte sie ihn nicht einfach hassen, für das was er ihr damit antat. Er spielte mit ihren Gefühlen und er wusste zu genau was er tat. Marc wollte, dass Susan von ihm abhängig war, dass er mit ihr machen konnte was er wollte. Er wollte die Macht über sie und Susan sollte ihm in jeder Hinsicht ausgeliefert sein. Susan sollte um seine Liebe betteln und sich ihm zu Füßen werfen. Sie ahnte ja gar nicht, auf welches gefährliche Spiel sie sich da einließ. Es war eine unwiderrufliche Sucht. Die Sucht nach Anerkennung und Unterwerfung. Ein Machtspiel, das Susan nur verlieren konnte. Sie wusste das, dennoch zog er sie magisch in seinen Bann. Susans Herz raste. Sie konnte dennoch den Blick von ihm nicht abwenden. Marc schaute Susan tief in die Augen, während er sich mit der anderen Frau vergnügte. Es gefiel ihm sehr, dass er in Susans Gesicht ihre Verletzbarkeit sah. Susan zerbrach innerlich ein Stück, dies erkannte er in ihren wässrigen Augen. Marc hatte die Macht über Susan und sie spielte das Spiel nach seinen Regeln. Er schnipste mit dem Finger und befahl, dass sie sich selbst streicheln sollte. Susan weigerte sich. Er zog ihr fest an den Nippeln. „Tu was ich dir sage!“ Breit grinsend schaute er Susan an. Sie tat was er sagte. Dann kümmerte er sich wieder um die Frau. Er befriedigte sie mit erst mit den Fingern und dann mit dem Mund bis sie einen lautstarken Orgasmus hatte. Dann ritt er sie. Susan schrie: „Nein“! Doch er hörte es nicht. Er kam ebenso laut und stöhnend. „Hast du etwa aufgehört dich zu streicheln, fragte er Susan vorwurfsvoll. Nun, dann, stell dich hin. Er knipste eine Lampe an, so dass Susan voll angestrahlt wurde und alles an ihr zu sehen war. „Und jetzt mach es dir selbst im Stehen. Wir schauen zu, ob du es richtig machst“. Susan erkannte, dass sie keine Chance hatte sich seinem Befehl zu widersetzen. Sie ahnte, wenn sie nicht machte, was er sagte, würde es Konsequenzen haben. Er würde ihr weh tun. Vor dieser Frau und das wollte sie nicht. Es war schon demütigend genug ihnen dabei zusehen zu müssen und sich selbst dabei streicheln zu müssen. Susan tat, was er befahl. Seine attraktive Begleitung flüsterte ihm etwas ins Ohr und lächelte eiskalt dabei. „Ja, Mary das gefällt mir.“ Er ging an den Schrank und holte die Handschellen. Er befestigte eine Hand von Susan an dem Bettgitter. „Jetzt mach weiter“, befahl er ihr. Susan streichelte sich. Marc fühlte immer wieder nach, ob Susan richtig feucht wurde. Dann spürte sie einen harten Klaps auf ihrem Hintern. Diese Mary hatte sie geschlagen. „Was bildet die sich ein?“ Wieder ein Klaps von ihr. “Streichele dich weiter!“, befahl Marc ihr. Es dauerte eine Weile, aber dann übermannte sie ein noch nie da gewesener Orgasmus. Mit hochrotem Kopf schaute sie Marc an, der breit grinste. „So schnell schaust du mir keine Männer mehr an. Du gehörst nur mir! Kapiert? Danke, Mary. Ich brauche dich nicht weiter. Dein Taxi steht bereit.“ Er gab ihr einen hastigen Kuss auf die Wange und befreite Susan von den Handschellen. Mary tat, was Marc ihm sagte, ohne einen weiteren Kommentar. Auch sie schien er gut im Griff zu haben. Susan hätte zu gerne gewusst, woher er sie kannte und wie gut sie sich kannten, aber sie war zu stolz und zu gedemütigt ihn das zu fragen. Sie war einfach nur froh, dass sie wieder fort war. Zitternd vor Kälte und Demut saß sie brav auf dem Stuhl und wartete bis Marc zurückkam. Er hatte sie kurz nach oben begleitet und sie womöglich für ihren Einsatz bezahlt. Nachdem Mary gegangen war, trug er die nackte, noch immer zitternde Susan zum Aufzug und fuhr mit ihr nach oben. Sie sprachen kein Wort miteinander. Aus irgendeinem Grund, den sie sich selbst nicht erklären konnte, schmiegte sie ich an ihn, als er sie hochtrug. Marc nahm das lächelnd zur Kenntnis. Oben angekommen, ließ er Susan herunter. Er küsste sie sanft und ließ ihr ein heißes Bad ein. Dankend stieg sie in die Badewanne. Er brachte ihr eine heiße Schokolade und setzte sich an den Wannenrand. „Das passiert, wenn du nicht artig bist, Susan!“ Verschämt schaute Susan nach unten. Sie war nicht in der Lage ihm in die Augen zu schauen. Als sie aus der Wanne stieg, trocknete er sie vorsichtig ab und trug sie in sein Bett. Er küsste sie zärtlich und sie schliefen miteinander. Es war bereits dunkel als Marc sie nach Hause fuhr. Abermals ließ er Susan nachdenklich zu Hause zurück. Was war geschehen? Susan musste das erst einmal verarbeiten.
Die Nacht konnte sie nicht einschlafen. Was hat Marc nur, was sie so faszinierte. Sie kannte sich selbst nicht mehr. Der Sex mit ihm begann sie süchtig zu machen. Er wusste genau, wie er eine Frau berühren musste. Sie reagierte sehr sensibel auf all seine Berührungen, es war ein unbeschreiblich schönes Kribbeln, das durch ihren Körper fuhr, wenn er sie berührte oder leidenschaftlich küsste. Dabei nahm er oftmals ihr Gesicht in beide Hände. Susan liebte das sehr. Aber wenn er sie doch so sehr liebte, warum tat er ihr dann so weh? Susan konnte ihn nicht verstehen. Sie musste immer an diese Szenen denken. Es zerriss ihr fast das Herz, wenn sie daran dachte, wie er diese Frau berührt hatte. Warum tat er ihr das an? Warum musste er sie immer so verletzen? Alles andere war so schön mit ihm, aber warum setzte er immer alles aufs Spiel? Susan war es speiübel. Sie rannte ins Bad und musste sich übergeben.
Sie wusste nicht wie sie sich weiter verhalten sollte. Das ging ihr eindeutig zu weit. „Was denkt dieser Hornochse sich eigentlich?“ Susan war totalaufgewühlt und ging in ihrer Wohnung auf und ab. Sie entschloss, trotz den Gefühlen für Marc, diese eigenartige Beziehung zu beenden. So was hatte doch keine Zukunft. Nach einigem überlege schrieb sie Marc eine E-Mail Nachricht.

Lieber Marc,
es war wirklich schön, dich kennen gelernt zu haben. Eigentlich ist es nicht meine Art so eine Nachricht per E-Mail zu schreiben, aber wenn du vor mir stehst, fehlt mir der Mut. Marc, du hast so viele schöne Gefühle in mir ausgelöst, aber du machst mir auch gleichzeitig große Angst. Ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll. Einerseits fühle ich mich bei dir geborgen und beschützt, andererseits weiß ich nie woran ich bei dir bin und ich möchte meinen Freund nicht mit anderen Frauen teilen!!! Ich sehe so keine Zukunft für uns!!! Ich weiß bei dir nie, wie ich mich verhalten soll. Ich bin nun mal so wie ich bin und möchte auch nicht immer nachdenken müssen, wie ich mich verhalten soll. Du hast mich zutiefst verletzt! Keine Ahnung wie es jetzt um meinen Job steht. Mir macht es sehr viel Spaß in der Firma, dennoch könnte ich verstehen, dass für dich eine weitere Zusammenarbeit nicht in deinem Sinne wäre. Marc, bitte lass es mich rechtzeitig wissen, damit ich mich neu bewerben kann. Danke für die schöne Zeit mit dir. Ich werde dich niemals vergessen!
In Liebe Susan


Susan las die Nachricht noch fünfmal durch, bevor sie die Nachricht versendete. Wirklich besser ging es ihr damit nicht. Aber sie wollte ein Zeichen setzen und hoffte somit Marc zur Vernunft zu bringen. Oder wollte sie, dass es zu Ende ist? Sie wusste keine Antwort darauf. Dieser Mann war alles andere als einfach. Sie liebte ihn inzwischen, aber seine besitzergreifende, bestimmende Art machte sie wahnsinnig. Sie sollte sich von Männern fernhalten, aber er nahm sich, was er brauchte. Susan war inzwischen sehr wütend. Inzwischen bereute sie, dass ihre Nachricht so lieb ausgefallen war. Susan schnaubte vor Wut. Sie überlegte, ob sie schnell noch was anderes dazu schreiben sollte. Etwas, dass ihm zeigte, wie wütend sie inzwischen war. Aber sie entschied sich doch dagegen. Er war jetzt am Zuge! Sollte er doch mal was schreiben!
Sie konnte sehen, dass Marc die Nachricht erhalten hatte. Es kam keine Antwort. Typisch für den alten Sturkopf, dachte Susan sich. Den Sonntag verbrachte Susan zu Hause. Sie hatte keine Lust etwas zu unternehmen. Marc hatte ihr mal wieder die Laune verdorben. Sie verbrachte den ganzen Tag auf der Couch. Zappte das Fernsehprogramm durch und ließ sich berieseln. Marc machte sich nicht einmal die Mühe Susan zu antworten, was sie noch wütender machte. Sie entschied sich, dass sie Marc ebenso ignorieren wollte. Wenn sie ihn ihm Büro antreffen sollte, würde sie nur über was Geschäftliches mit ihm reden wollen. „Ich schaffe das!“, sagte sie zu sich selbst. „Er ist nicht der einzige gutaussehende Mann. Pah! Davon gibt es tausende!“ Sie beschloss sich anzuziehen und ein wenig im Park spazieren zu gehen. Dazu musste aber erst mit der Straßenbahn fahren. Das Wetter war herrlich und sie genoss die Sonnenstrahlen. Susan war inzwischen überzeugt davon die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Sie setzte sich auf eine Parkbank, streckte ihr Gesicht in die Sonne und dachte nach. Zu viel hatte sie mit Marc erlebt. Was reizte sie nur so ungemein an ihm? Was hatte er, was andere nicht hatten? War es nur der Sex, der ihn von anderen Männern unterschied? Er war so verdammt gut. Susan liebte es, wie er ihren Körper verwöhnte, oder wie er sie überredete und teilweise sogar zwang, Dinge zu tun, die sie vorher niemals getan hätte. Es kribbelte sie überall, wenn sie nur daran dachte. Verdammt war das alles schwer! Konnte er nicht ein ganz normaler Mann sein? Ein Mann, der nur Augen für sie hatte? Einer der ihr aber auch Platz und Raum zum Atmen lies. Der ihr vertraute und sie ihr eigenes Leben so gestalten konnte, wie sie wollte. Susans Augen wurden feucht. Ja sie liebte Marc. Aber er hatte sie wieder mal verletzt. Sie wollte nicht verletzt werden und daran zerbrechen. Nein, niemand zerstörte ihr Herz! Keiner durfte darauf herum trampeln! Auch ein Marc Krüger nicht!!!!!!!!!!!! Sie entschied erst einmal abzuwarten. Sie würde ihm auf jeden Fall die kalte Schulter zu zeigen und ihm auf keinen Fall hinterherlaufen. Immerhin hatte sie ihm ja geschrieben, dass sie das nicht mehr wollte. Jetzt musste sie es nur noch schaffen, stark und standhaft zu bleiben. Wenn, dann sollte er kommen. Sie stand auf und ging nach Hause.
Nachts schlief Susan sehr unruhig. Sie wälzte sich im Schlaf hin und her. Am nächsten Morgen war sie wie verkatert. Erstmal einen Kaffee. Sie hatte Mühe sich anzuziehen. Es graute ihr davor sich anzuziehen und in ihr Büro zu fahren. Aber da musste sie jetzt durch. Immerhin hatte sie ja eine Kündigungsfrist. Die musste ihr eingeräumt werden. Im Büro angekommen, machte sie sich sofort an ihre Arbeit. Es klopfte an der Tür. Zitternd rief sie: „Herein.“ Es war zum Glück nur Herr Winter ein Kollege von ihr, der ihr einen zusätzlichen Auftrag brachte. Von Marc sah und hörte sie den ganzen Tag nichts. Anscheinend war er überhaupt nicht im Büro. Irgendwie machte ihr das Sorgen. Sie wollte das mit Marc ja überhaupt nicht beenden, dennoch hatte sie Angst vor dieser Beziehung. Angst die Kontrolle zu verlieren, Angst nicht mehr sie selbst zu sein. Zu gerne hätte sie ihm das alles persönlich gesagt. Ob sie ihn mal anrufen sollte? Sie griff zum Hörer, wählte seine Nummer…. Freizeichen… Sie legte den Hörer wieder auf. Nein, das hat ja alles keinen Sinn, dachte sie sich.


Neues Kapitel:

Tim fuhr Susan nach dem Leichenschmaus nach Hause. Sie versuchte so schnell wie möglich wieder zu verschwinden. Es war ihr zuwider nach der Beerdigung noch auf Bernd anstoßen zu müssen. Susan legte sich auf die Couch und schaute fern, um sich ein wenig von diesem schrecklichen Tag abzulenken. Da klingelte es an der Tür. Draußen stand Marc. „Warum hast du mich nicht zur Beerdigung mitgenommen Susan. Und warum hast du dich überhaupt nicht mehr gemeldet?“ Susan war jetzt nicht nach Streit. Die Beerdigung von Bernd hatte sie zu sehr mitgenommen. „Komm rein. Bitte lass uns nicht streiten. Magst du einen Kaffee?“ Marc funkelte sie böse an. „Nein, ich will eine Antwort!“ „Marc, heute ist mir wirklich nicht nach Streit Ich möchte einfach nur meine Ruhe. Möchtest du nicht doch einen Kaffee? Oder was anderes?“ „Ok einen Kaffee.“ Marc ging an ihr vorbei und setzte sich an den Esstisch. „Marc, es war ein schrecklicher Tag. Ich habe gar nicht gewusst, dass du gerne mitgekommen wärst. Daran habe ich überhaupt nicht gedacht. Entschuldige bitte.“ Sie ging in die Küche, um den Kaffee aufzubrühen. Auf dem Esstisch lag Susans Handy. Während Susan den Kaffee in der Küche aufsetzte, nahm sich Marc das Handy. Er war neugierig und machte das Handy an. Er kannte Susans Passwort, da er immer zuschaute, wenn sie es eingab. Marc gab die Zahlenkombination in das Handy ein und ging die Whatsapp Nachrichten durch. Er stieß auf Paulos Namen und las die Nachrichten von Paulo. Susan kam in das Esszimmer und sah Marc mit ihrem Handy in der Hand. „Marc, was soll das?“ Entsetzt schaute Susan Marc an. Der starrte wütend auf das Handy und feuerte es durch den Raum. „Marc, was machst du da? Spinnst du?“ Susan rannen die Tränen herunter. „Erklär du mir was das soll!“ Marc, war außer sich vor Wut. Er brüllte Susan an. „Wer ist dieser Paulo? Was schreibt ihr euch für Nachrichten? Was soll das? Erkläre mir das sofort!“ „Marc, ich möchte dir gar nichts erklären. Mir ist heute ganz und gar nicht nach streiten, warum verstehst du das nicht.“ „Was soll das, habe ich dich gefragt!“ Jetzt platzte Susan der Kragen. „Ich sehe keine Zukunft mehr mit dir! Du hast mir so weh getan! Ich wollte es dir die ganze Zeit sagen, aber da kam das mit Bernd dazwischen. Ich will dich nicht mehr. Geh jetzt bitte.“ Marc rührte sich nicht. Er starrte Susan nur weiter böse an. Er wiederholte abermals seinen Satz. „Was das soll, Susan, habe ich dich gefragt. Antworte!“ Er packte Susan wütend am Arm. „Lass mich los, Marc! Ich will das nicht mehr! Geh! Bitte geh jetzt“. Marc rührte sich nicht. Er starrte sie nur weiter böse an. Susan wurde immer verzweifelter. Sie setzte sich auf die Couch. „Bitte Marc, sei vernünftig und geh jetzt. Lass uns morgen darüber sprechen! Bitte.“ Marc ignorierte ihre Bitte völlig. Nach einigen, verstrichenen Minuten, brüllte er sie an. „Steh auf! Wir fahren jetzt zu diesem Paulo! Los beweg dich!“ Susan wusste nicht wie sie reagieren sollte. Sie konnte sich nicht rühren. Sie war müde und total erledigt. Sie wollte einfach nur ihre Ruhe haben und dass er endlich geht. Susan hatte große Angst vor Marc. Marc kam auf sie zu und zog Susan fest am Arm zu sich hoch. Susan versuchte sich aus seinem Griff zu befreien. Er hielt sie weiter fest. Sie gab nicht auf sich zu wehren und wusste sich nicht weiter zu helfen, da biss sie ihm fest in die Hand. „Aua, spinnst du!“, brüllte er. Marc platzte vor Wut und schrie sie weiter an. Er lockerte seinen Griff etwas und Susan konnte sich befreien. Dann packte er Susan erneut und schleuderte Susan wütend mit einer riesigen Wucht gegen den Wohnzimmertisch. Blut tropfte aus ihrem Kopf. Sie rührte sich nicht. Marc stand ein paar Minuten regungslos da und sah zu ihr hinüber. Dann nahm er sie auf die Arme, er kontrollierte ihren Atem. Susan war nur ohnmächtig stellte er erleichtert fest. Er zog die Türe hinter sich zu und trug sie nach draußen zu seinem Auto. Er legte sie auf die Rückbank und startete das Auto. Er fuhr so schnell er konnte in Richtung Autobahn. Marc geriet in Panik und wusste nicht, ob er Susan ins Krankenhaus fahren sollte. Er war hin und her gerissen und fuhr einfach ziellos durch die Gegend. Er dachte voller Panik an seinen Vater und an die Konsequenzen, die es hätte, wenn er Susan in ein Krankenhaus bringen würde. Er fuhr schneller und schneller. Da kam Susan wieder zu sich. Sie schlug die Augen auf und sah sich um. „Wo fahren wir hin, Marc?“ Susans Kopf schmerzte sehr. Die Wunde hatte inzwischen aufgehört zu bluten. Marc sagte keinen Ton. Er fuhr immer weiter, ohne anzuhalten. Susan war schwindelig, ihr Schädel brummte. Sie dachte, dass Marc sie zum Arzt fuhr. Da sie noch immer auf der Rückbank lag, konnte sie nicht sehen, dass Marc längst aus der Stadt herausgefahren war. Er dachte gar nicht mehr daran Susan in eine Klinik oder zu einem Arzt zu fahren. In ihm steckte blanke Wut. Er fuhr sehr schnell. „Marc, bitte sag mir, dass du mich ins Krankenhaus fährst. „Keine Antwort kam zurück. Langsam wurde Susan unruhig. Aber ihr war so übel, dass sie Angst hatte sie müsste sich übergeben. Sie versuchte ganz ruhig liegen zu bleiben. Ihr war viel zu schwindelig, um sich aufzusetzen. Erneut suchte Susan das Gespräch zu Marc. „Marc, bitte wo fährst du mich hin. Bring mich bitte wieder nach Hause und wir unterhalten uns in Ruhe.“ „Sei endlich still. Ich muss mich konzentrieren.“ Panik stieg in Susan hoch. Sie ahnte, dass er sich diesmal nicht einfach so beruhigte. Sie versuchte sich vorsichtig hin zu setzen. Als es ihr endlich gelang, wurde es ihr mit einem Mal so übel. „Marc, bitte halte schnell an. Mir ist so schlecht. Ich muss mich übergeben. Kaum hatte sie es ausgesprochen, konnte sie es nicht mehr zurückhalten. Sie musste sich im Auto übergeben. Marc ahnte, dass sie vermutlich eine starke Gehirnerschütterung hatte. Er reichte Susan eine Packung Taschentücher. „Mach das weg und wirf es aus dem Fenster.“ „Marc, bitte halte an. Was soll das?“ Marc fuhr mit Vollgas weiter. Mittlerweile wusste er, wo er hinwollte. Ihm war eingefallen, dass sein Onkel in den Bergen, eine Holzhütte besaß, die sehr abgelegen war. Kaum jemand kannte diese Hütte, da sie sehr weit weg von den anderen Häusern war. Da wollte er hin. Dann wollte er weitersehen. Er wollte, dass sich Susan erst mal ausruhen konnte und er dann in aller Ruhe überlegen konnte, wie es weiter gehen sollte. Sie fuhren immer weiter. Susan legte sich wieder hin. Beim Sitzen wurde ihr nur immer mehr übel und sie befürchtete, dass sie sich dann erneut übergeben musste. Sie legte sich zurück auf die Bank und überlegte fieberhaft, wie sie Marc zur Rückkehr überreden konnte. Endlich hielt Marc an. Sie befanden sich an einer abgelegenen Stelle an der Autobahn. „Wenn du mal“ Pippi“ musst, dann jetzt. Wir haben ungefähr noch eine Stunde Fahrt vor uns. Ich mache das Auto inzwischen sauber.“ „Wo fahren wir hin?“ Marc gab ihr keine Antwort. Sie ging langsam los und überlegte. Sie hatte keine Chance zu entkommen. Durch die Verletzung wurde sie ständig von Übelkeit und Schwindel geplagt. Hier war es so abgelegen, dass niemand kommen würde und zum davon laufen hatte sie keine Kraft, außerdem beobachtete Marc sie. Sie musste später noch einmal versuchen vernünftig mit ihm zu reden, wenn er sich beruhigt hatte. Sie kam wieder zum Auto zurück. Marc hatte alle Reste ihrer Übelkeit beseitigt und das Auto gelüftet. Er hatte Susan eine Decke auf die Rückbank gelegt. „Los, wieder einsteigen.“ Barsch zog er Susan am Arm. Wie konnte sie nur geglaubt haben diesen Mann zu lieben. Traurig schaute sie Marc an, der voller Zorn war. Sie wollte nur noch weg von ihm. Marc startete das Auto und fuhr zurück auf die Autobahn. Er fuhr mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit weiter. Susans Angst wurde immer größer. Sie hatte Angst, dass Marc mit voller Absicht einen Unfall riskierte. Susan konnte keinen klaren Gedanken fassen. Sie hatte keine Ahnung, was Marc mit ihr vorhatte und plante. Sie kauerte auf ihrer Decke und betete, dass alles gut ausgehen würde.
Paulo hatte inzwischen versucht Susan auf dem Handy zu erreichen. Er wollte ihr seine Liebe gestehen und sie bitten es erneut mit ihm zu versuchen. Nach drei fehlgeschlagenen Anrufen gab er schließlich auf. Susan hatte wohl ihr Handy ausgemacht. Enttäuscht legte er sein Handy zur Seite. Auch Susans Mutter versuchte Susan mehrmals zu erreichen. Da sie Susan nicht auf dem Festnetz erreichen konnte, versuchte sie es ebenso auf dem Handy ohne Erfolg.
Nach einer guten Stunde waren sie am Ziel angekommen. Sie befanden sich auf einem kleinen Berg, der umgeben war von Bäumen. Vor der Hütte befand sich ein kleiner Bach. Es war ein wunderschöner Ort mit einer sehr schönen Aussicht auf das Tal. Unter anderen Umständen hätte sich Susan in diesen Ort verliebt, der wie gemalt aussah. Aber sie erkannte, dass Marc etwas anderes mit ihr vorhatte. Wenn sie nur daran dachte, was er vorhaben könnte, beschleunigte sich ihr Pulsschlag. Marc suchte an der Hütte nach dem Schlüssel. Sein Onkel hängte ihn immer irgendwo an die Dachrinne. Er tastete alles ab. Nach einer Weile fand er ihn schließlich und schloss die Hütte auf. Er hielt Susan fest am Arm und zog sie unsanft hinein. Susan sah sich um. Die Holzhütte war sehr gemütlich und liebevoll eingerichtet, nur etwas staubig und voller Spinnenweben. Marc fand Holz für den Kamin und zündete ihn an. Es wurde sehr schnell gemütlich warm. Dann zeigte er Susan den Schlafraum, wo sie sich aufs Bett legen sollte zum Ausruhen. Er besorgte ihr Saubere und Frische Bettwäsche. „Wenn es dir besser geht, nimmst du den Besen und Staublappen und machst hier sauber, Susan. Jetzt ruhe dich erst mal aus und schlafe. Ich besorge uns was zu essen und zu trinken. Du bleibst hier. Wenn ich merke, dass du fliehen möchtest, wirst du es bereuen und dieses Mal wird die Strafe nicht so mild ausfallen wie sonst!“ Susan setzte sich auf das Bett. Marc ging nach draußen und sperrte die Hütte von außen ab. Susan versuchte, trotz Marcs Drohung, einen Weg nach draußen zu finden. Sie
schleppte sich mühsam, gegen Schwindel und Übelkeit kämpfend durch die Hütte. Sie tastete alles ab, aber die Fenster waren mit Gittern versehen und von außen zusätzlich mit Fensterläden zugemacht. Die Haustüre ließ sich auch nicht öffnen. Sie machte überall Licht und tastete alles erneut ab. Nicht einmal der Keller hatte ein Fenster. Sie war gefangen. Das Feuer war gerade am Ausgehen, da legte Susan Holz nach. Da kam ihr eine Idee. Sie könnte mit dem Feuer die Hütte anzünden und somit ins Freie gelangen. Aber wenn das schief ging und sie sich nicht mehr retten konnte, außerdem war weit und breit außen nichts als der tiefe, dunkle Wald. Es wurde schon dunkel und es war kalt. Selbst wenn es ihr gelingen sollte, wenn sie die Hütte mit Feuer anzündete und weglief, würde Marc sie sicherlich finden und sie noch mehr bestrafen. Sie war durch ihre Schwindelattacken doch sehr eingeschränkt und nicht in der Lage längere Strecken zu gehen oder gar zu rennen. Sie musste eine andere Lösung finden. Sie sollte lieber versuchen mit Marc vernünftig zu reden. Er konnte sie ja schließlich nicht ewig gefangen halten. Außerdem liebte er sie doch. Oder etwa nicht mehr? Susan, kamen langsam Zweifel. Sie hatte jedenfalls für sich entschieden diese Beziehung nicht mehr zu wollen. Es reichte jetzt. Er hatte ihr genug angetan. Sie hoffte nur, dass er sie in Ruhe ließ und keinen weiteren Sex von ihr wollte. Eine unbändige Wut stieg langsam in ihr hoch. Wie konnte er ihr das nur antun, fragte sie sich immer wieder. Sie war zu erschöpft und es ging ihr gar nicht gut. Die Kopfschmerzen wurden auch immer stärker. Sie machte alle Lichter aus und legte sich zurück auf das Bett. Es dauerte nicht lange und sie schlief tief und fest ein. Sie war so tief eingeschlafen, dass sie gar nicht bemerkte, dass Marc zurückgekommen war. Sie wachte auf, als Marc ihr einen Teller Suppe ans Bett brachte. „Trink. Aber vorsichtig, es ist heiß.“ Hungrig nahm Susan den Teller entgegen und schlürfte die Suppe. „Sehr vernünftig, dass du nicht versucht hast auszubrechen. Du hättest dich im Wald verlaufen. Hier, ist weit und breit kein Haus und die Straße ist weit entfernt. Selbst, wenn du aus der Hütte rauskommst, ist die Gefahr groß, dass du erfrierst. Also versuche es erst gar nicht.“ Susan nickte. Sie hatte jetzt keine Lust auf weiteren Streit, also versuchte sie, ganz lieb zu ihm zu sein. Sie hoffte mit dieser Taktik mehr zu erreichen. „Marc, können wir reden?“ „Was gibt es da noch zu reden? Es ist alles gesagt.“ „Marc, bitte höre mir zu. Ich möchte es dir erklären.“ Marc schüttelte den Kopf. „Iss jetzt und dann werden wir schlafen. Morgen sehen wir weiter.“ Susan widersprach nicht. Sie wusste, dass sie so nichts erreichen konnte. Sie wollte bis morgen abwarten, um noch ein weiteres Gespräch mit ihm zu führen. Sie aß ihre Suppe auf und ging zurück ins Bett. Ihre Kopfschmerzen waren inzwischen unerträglich, aber wenigstens hatte ihre Übelkeit aufgehört und der Schwindel sich ein wenig gebessert. Die Hütte hatte sich inzwischen herrlich erwärmt und Susan hatte aufgehört zu zittern. Sie schlief schnell wieder ein. Sie war noch zu erschöpft, um weiter nachzugrübeln. Das wollte sie auf morgen verschieben. Marc war wenigstens so fair und schlief auf der Couch neben dem Kamin. Da war Susan sehr froh. Er hatte auch keine Lust neben Susan im Bett zu liegen. Ab und zu legte er Holz nach, wenn er merkte, dass das Feuer zu Ende gehen wollte. Dann schlief auch er ein.


Weiteres Kapitel

Am nächsten Morgen war Susan früh wach. Marc schlief noch. Sie setzte sich auf das Bett und überlegte, wie sie Marc davon überzeugen konnte, dass er sie wieder nach Hause fuhr. Sie ging leise in die Küche, um einen Kaffee zu machen. Sie hoffte, mit einem liebevoll gedecktem Tisch und einem frisch aufgebrühtem Kaffee ging es einfacher mit Marc zu reden. Marc erwachte. „Was machst du denn für einen Krach? Leg dich wieder hin bis ich dir sage, dass du Frühstück machen sollst.“ Erschrocken ging Susan zurück ins Bett. Sie erkannte Marc gar nicht wieder. Er war total gereizt und sehr angespannt. So würde sie ihn nie dazu überreden können sie wieder nach Hause zu bringen. Sie musste es irgendwie anders schaffen und sich was einfallen lassen. Wenn er rausfahren würde und sie irgendwie an sein Handy gelangen könnte. Irgendwas musste doch möglich sein. Susans Mutter war inzwischen unruhig geworden. Sie hatte es bereits mehrmals versucht Susan zu erreichen. Das war so gar nicht ihre Art sich nicht zu melden. Täglich telefonierten sie miteinander. Sie wählte Tinas Nummer. Aber Tina konnte Susans Mutter auch nicht sagen, wo sie steckte. Sie versprach ihr aber, alle Freunde anzurufen und nach Susan zu fragen. Susans Mutter bedankte sich und sie wollten später wieder miteinander telefonieren. In der Zwischenzeit war Marc aufgewacht. Seine Laune aber hatte sich nicht verändert. Er fragte Susan auch nicht nach ihrem Wohlbefinden. Susan litt immer noch sehr an Kopfschmerzen und leichtem Schwindel. Sie versuchte sich mit ausruhen zu stärken. Nach dem schweigsamen, gemeinsamen Frühstück drückte ihr Marc einen Besen in die Hand. „Hier mach dich mal nützlich. Danach kannst du alles feucht wischen. Eimer und Lappen stehen in der Waschküche.“ „Marc, wie soll das alles denn weiter gehen? Ich meine, wann darf ich wieder nach Hause? Meinst du nicht, dass es jetzt genug Bestrafung war? Immerhin habe ich jetzt eine Gehirnerschütterung. Ich habe starke Kopfschmerzen, Marc.“ Susan blickte ihn sanft an. „Du bist still! Ich will dein Gejammer nicht hören! Das hättest du dir alles früher überlegen können! Nach Hause kommst du nicht mehr! Was ich mit dir mache weiß ich noch nicht! Aber nach Hause kommst du nicht mehr! Nie mehr!“ Marc war außer sich vor Wut. Er lief rot an und sein Gesicht war böse verzehrt. Entsetzt sah Susan Marc an. „Was meinst du damit, nie mehr?“ „Vielleicht verscharre ich dich hier im Wald oder ich verfüttere dich an die Wölfe, die es hier gibt. Vielleicht bringe ich dich in ein anderes Land! Aber nach Hause kommst du nicht mehr!“ Marc war erneut auf Hundertachtzig. Er war knallrot im Gesicht und brüllte. Dann nahm er seine Kaffeetasse und feuerte sie in Susans Richtung. Sie schaffte es gerade noch rechtzeitig sich zu ducken. Susan wusste gar nicht, wie sie reagieren sollte. Sie ahnte nur, dass es besser ist Marc nicht weiter zu reizen. Sie nahm stillschweigend den Besen und fing an alles sauber zu machen. Sie senkte den Blick und vermied jeden Blickkontakt zu Marc. Marc beobachtete sie. Danach schrubbte sie den Boden, entfernte die Spinnweben und staubte ab. Dann machte sie das Bad und die Toilette gründlich sauber. Ständig übermannte sich eine Schwindelattacke, aber sie zwang sich weiter zu machen. Sie hatte sich vorgenommen Marc zu besänftigen und ihm vor zu machen, dass sie ihn noch liebte. Sie hoffte damit ihre Freiheit zurück zu erlangen. Aber erst mal wollte sie ihn in Ruhe lassen. Marcs Handy klingelte. Sie lauschte Marcs Gespräch und hörte Marc irgendetwas von frei nehmen und mit ihr zusammen Urlaub machen. Sie bekam mit, dass es Marcs Vater war. Scheinbar schien das Handy hier oben in den Bergen nicht richtig zu funktionieren. Er faselte was von einer schlechten Verbindung. Dann war das Gespräch anscheinend unterbrochen. Dann kam Marc auf sie zu. „Kein Netz hier oben. Fast nur Funklöcher. Zum Telefonieren müssen wir in die Stadt fahren. Ich möchte, dass du deine Mutter anrufst und ihr sagst, dass es dir gut geht. Sie macht sich bestimmt Sorgen. Wir erledigen das später.“ Sie schaute ihn an und nickte gehorsam. Susan witterte ihre Chance. Jetzt musste sie nur noch nachdenken, wie sie ihrer Mutter mit einem versteckten Hinweis sagen konnte, dass sie entführt wurde und wo sie ungefähr war. Sie musste sich konzentrieren und nachdenken. Verdammt irgendwas musste ihr einfallen. Denk nach Susan, sagte sie zu sich selbst. Es war verdammt schwer. Ihr fiel beim besten Willen nichts ein. Aber irgendwie musste es gehen. Da fiel ihr ein Film ein, den sie mit ihrer Mutter im Kino geschaut hatte. Da ging es um eine Entführung. Sie durfte auf keinen Fall den Namen des Filmes erwähnen und auch auf keinen Fall herauskommen, dass es ein versteckter Hinweis war. Sie versuchte sich eine Geschichte auszumalen, um ihrer Mutter einen Hinweis geben zu können.